Viel Geld fürs Pup­pen­mu­se­um in Teck­len­burg

Nord­rhein-West­fa­len-Stif­tung spen­det 7800 Eu­ro für Um­bau von zwei Räu­men

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Re­gi­on -

Wenn Pup­pen Bei­fall klat­schen könn­ten – sie hät­ten es ver­mut­lich ge­tan. Weil die Ex­po­na­te im Teck­len­bur­ger Pup­pen­mu­se­um aber nun ein­mal stumm und un­be­weg­lich sind, konn­ten le­dig­lich Mu­se­ums-Chef Hei­ner Sch­äf­fer und Patrick Schul­te von der Stadt Teck­len­burg Han­sGün­ther Fa­scies ih­ren Dank aus­spre­chen. Der 77-Jäh­ri­ge, der laut ei­nes Ein­trags auf den In­ter­net­sei­ten der Nord­rhein-West­fa­len-Stif­tung seit gut 60 Jah­ren eh­ren­amt­lich für die­se In­sti­tu­ti­on tä­tig ist, über­brach­te jetzt ei­ne Spen­de in Hö­he von 7800 Eu­ro. Sie soll, so Hei­ner Sch­äf­fer, für den Aus- und Um­bau von zwei Räu­men ver­wen­det wer­den, in de­nen einst Bil­der von Ot­to Mo­der­sohn zu se­hen wa­ren. Seit für die­se Ex­po­na­te ein ei­ge­nes Mu­se­um zur Ver­fü­gung steht, wer­den die Zim­mer im Pup­pen­mu­se­um nicht wirk­lich ge­nutzt. „Das ist heu­te wie­der ein­mal ein po­si­ti­ver Ter­min“, freu­te sich Hei­ner Sch­äf­fer. Zum wie­der­hol­ten Ma­le sei ein Ver­tre­ter der NRW-Stif­tung zu Gast, um ei­ne Zu­wen­dung zu über­brin­gen. Was da­mit ge­macht wer­den soll, er­klär­te der Mu­se­ums-Chef vor Ort. „Wir wer­den zwei Fens­ter kom­plett von in­nen ver­klei­den, um ei­ne wei­te­re Wand für Ex­po­na­te zu er­hal­ten. Dar­über hin­aus wer­den zwei Tü­ren, die zur­zeit un­ter­schied­li­che Hö­hen ha­ben, an­ge­gli­chen. Vor­han­de­ne Bil­der­schie­nen an den De­cken blei­ben. Die Wän­de wer­den ab ei­ner ge­wis­sen Hö­he ver­stärkt, da­mit die Bil­der, die zur­zeit auf­grund der An­brin­gung der Schienen ein paar Zen­ti­me­ter Ab­stand zur Wand ha­ben und des­halb nicht plan hän­gen, künf­tig an­lie­gen“, so Sch­äf­fer. Die Alarm­an­la­ge wer­de er­wei­tert, die Licht­an­la­ge auf LED-Tech­nik um­ge­stellt. Ab­schlie­ßend er­hal­ten die Räu­me ei­nen neu­en An­strich. Lan­ge ha­be man sich um das neue Kon­zept der bei­den Räu­me Ge­dan­ken ge­macht, so Hei­ner Sch­äf­fer wei­ter. Mit­hil­fe des Teck­len­bur­ger In­nen­ar­chi­tek­ten Jür­gen Lut­ter­beck sei schließ­lich die Lö­sung ge­fun­den wor­den. „Das al­les gibt es na­tür­lich nicht für’ n Ap­pel und n‘ Ei“, so der Fach­mann. Ins­ge­samt wer­de der Um­bau rund 12 000 Eu­ro kos­ten. Die Spen­de in Hö­he von 7800 Eu­ro von der NRW-Stif­tung hel­fe da enorm wei­ter. Han­sGün­ther Fa­scies er­in­ner­te sich be­ton­te, das Geld, das er über­bracht ha­be, stam­me „nicht aus dem Steu­er­topf“. Dass die NRW-Stif­tung hel­fen kön­ne, sei größ­ten­teils ih­ren der­zeit et­wa 500 Mit­glie­dern zu ver­dan­ken. Jähr­lich kön­ne die In­sti­tu­ti­on mit de­ren Hil­fe et­wa 500 000 Eu­ro an För­der­gel­dern ver­tei­len.

Auch Patrick Schul­te, der in Ver­tre­tung des Teck­len­bur­ger Bür­ger­meis­ters Ste­fan Streit ge­kom­men war, be­dank­te sich bei Fa­scies für die Zu­wen­dung. Die Stadt Teck­len­burg selbst wer­de sich mit 2000 Eu­ro am Um­bau der bei­den Räu­me be­tei­li­gen und so da­zu bei­zu­tra­gen, „Kul­tur­gut am Le­ben zu er­hal­ten“, be­rich­te­te er. Sind die Räu­me fer­tig, so Hei­ner Sch­äf­fer, soll zu­nächst ei­ne Aus­stel­lung von Bil­dern des Künst­lers Ar­nold Ma­ria Dünn­wald dar­in zu se­hen sein. Der 2004 ver­stor­be­ne Ma­ler, des­sen Wer­ke kürz­lich erst in der Leg­ge zu se­hen wa­ren, hat Land­schafts­ge­mäl­de, Por­träts und Still­le­ben ge­schaf­fen, die im­mer wie­der auch Teck­len­bur­ger Mo­ti­ve zei­gen.

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