„Es ist noch Luft nach oben“

Mit­tel- und Langstre­cken­läu­fe­rin Opitz vom SC Mel­le will bei der U-20-DM in Ulm gleich zwei­fach in die Top acht

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional - Von Sven Hall­mann-Schüer

MEL­LE. Von Frei­tag bis Sonn­tag stei­gen die Deut­schen U-18-/U-20-Leicht­ath­le­tik­meis­ter­schaf­ten in Ulm, wo auch die Er­wach­se­nen­staf­feln aus­ge­tra­gen wer­den. Rund 15 Star­ter die­ser Re­gi­on sind da­bei. Fünf von ih­nen stel­len wir vor – heu­te An­nChris­tin Opitz (SC Mel­le).

Gleich drei Nor­men knack­te die ge­bür­ti­ge Wel­ling­holz­hau­se­ne­rin in die­sem Jahr und qua­li­fi­zier­te sich für die Ren­nen über 2000 Me­ter Hin­der­nis, 1500 und 3000 Me­ter. Das Pro­blem: Die 3000- und 1500-Me­ter-Ren­nen über­schnei­den sich bei der Deut­schen Meis­ter­schaft zeit­lich. „Wir ha­ben lan­ge hin und her über­legt. Ich ha­be mich dann für die 3000 Me­ter ent­schie­den, weil da ei­ne bes­se­re Zeit und Plat­zie­rung her­aus­sprin­gen könn­te“, er­zählt Opitz. Es war kei­ne leich­te Ent­schei­dung, denn die 1500 Me­ter lie­gen der FSJ­le­rin beim SCM ei­gent­lich bes­ser.

Das Ren­nen über 3000 Me­ter im Do­n­au­sta­di­on in Ulm wird erst ihr drit­ter Wett­kampf über­haupt über die­se Dis­tanz sein. Ent­spre­chend ist noch Luft nach oben, be­tont Opitz: „Mein ers­tes Ren­nen über 3000 Me­ter bin ich zu schnell an­ge­gan­gen. Im zwei­ten Ren­nen in Hamburg war ich im Ziel noch gar nicht rich­tig ka­putt.“In der Han­se­stadt wur­de sie Nord­deut­sche Meis­te­rin in der Al­ters­klas­se U 20. Mit ei­ner Zeit von 10:16,69 be­legt sie Platz zwei in der nie­der­säch­si­schen Bes­ten­lis­te. Die 2000 Me­ter Hin­der­nis läuft Opitz erst zum zwei­ten Mal. Ih­re per­sön­li­che Best­zeit liegt bei 7:12,71 Mi­nu­ten, wo­mit sie Platz fünf in der nie­der­säch­si­schen und Platz neun in der deut­schen Bes­ten­lis­te be­legt.

Opitz be­gann ih­re sport­li­che Kar­rie­re beim TV Wel­ling­holz­hau­sen mit Tur­nen, Ten­nis und Hand­ball. Be­reits als Kind hat­te ihr Va­ter Gün­ter sie zum tra­di­tio­nel­len Mel­ler Stadt­lauf mit­ge­nom­men. „An­ni“, wie sie von vie­len ge­nannt wird, ging spä­ter auf das Gym­na­si­um Mel­le und wech­sel­te dann zum SC Mel­le. Dort kam sie über das Tram­po­lin­tur­nen zur Leicht­ath­le­tik und in die Leis­tungs­grup­pe von Frank Rü­di­ger. Un­ter ih­rem heu­ti­gen Trai­ner Re­ne Rom­da­ne-Heb­be voll­zog sie mit der Spe­zia­li­sie­rung auf die mitt­le­ren Lauf­stre­cken in der Som­mer­sai­son 2016 ei­nen Leis­tungs­sprung, der in den Gewinn der nord­deut­schen Meis­ter­schaft über 1500 Me­ter und Platz neun bei den deut­schen Meis­ter­schaf­ten mün­de­te.

Das Ziel für die DM ist klar: „Ich möch­te in bei­den Dis­zi­pli­nen un­ter die ers­ten acht kom­men und ver­su­che na­tür­lich auch, neue Best­zei­ten zu lau­fen“, sagt Opitz. Grund zum Op­ti­mis­mus ge­be es ge­nug, ver­si­chert die Ath­le­tin: „Ich ha­be mich in die­sem Jahr von Wett­kampf zu Wett­kampf ge­stei­gert. Es ist noch Luft nach oben.“

Zwei­ter DM-Teil­neh­mer des SCM ist Ma­this Seel­hö­fer, der in der Al­ters­klas­se U18 über 400 und 800 Me­ter star­tet. Er knack­te die Norm in der kür­ze­ren Dis­tanz mit ei­ner Zeit von 51,05 und Platz drei der nie­der­säch­si­schen Bes­ten­lis­te. In sei­ner Pa­ra­de­dis­zi­plin über 800 Me­ter führt Seel­hö­fer die Bes­ten­lis­te des Lan­des an.

Vor ei­nem Dop­pel­ein­satz bei der DM in Ulm: An­nChris­tin Opitz vom SC Mel­le. Foto: Ralf Gör­litz

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