Hö­hen und Tie­fen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport -

Im Ge­gen­satz zu den deut­schen

Fuß­ball­Frau­en ist die EM für Su­san­ne

Fet­ter noch nicht be­en­det. Doch auch sie zieht schon mal ein Fa­zit.

Mei­ne EM-Bi­lanz fällt et­was po­si­ti­ver aus als die der deut­schen Mann­schaft. Ob­wohl auch ich Hö­hen und Tie­fen hat­te.

Im­mer­hin keh­re ich nicht oh­ne Ti­tel nach Hau­se. Ich bin „Re­kord-Par­ke­rin oh­ne Park­schein“. Drei­mal ha­be ich es ge­schafft mein Au­to am Sta­di­on ab­zu­ge­ben, oh­ne ei­nen Aus­weis von der Uefa da­für zu be­sit­zen. Beim letz­ten Vor­run­den­spiel ha­be ich ein Pass­wort be­nutzt, wel­ches für den Tag der Pres­se­kon­fe­renz vor­ge­se­hen war. Zum Vier­tel­fi­na­le hat die Uefa dann of­fen­sicht­lich ka­pi­tu­liert und mir ein of­fi­zi­el­les Ti­cket ge­währt.

Der Au­to­mat der Tief­ga­ra­ge mei­nes Ho­tels war da nicht so gnä­dig. Als ich am Sams­tag nach der Was­ser­schlacht von Rotterdam end­lich mit mei­nem Wa­gen wie­der aus dem Sta­di­on zu­rück war, sag­te er mir, dass er kein Pa­pier mehr ha­be, um mein Ti­cket zu dru­cken. Im Ge­gen­satz zur Se­cu­ri­ty in Ut­recht ließ er sich nicht von ei­nem Pass­wort be­ein­dru­cken. Mit mei­ner Kre­dit­kar­te kam ich schließ­lich durch die Schran­ke. Geld schießt eben nicht nur To­re, son­dern öff­net sie auch.

Ja, Par­ken in Hol­land ist nicht ein­fach, aber teu­er. In Bre­da woll­te das Ho­tel 30 Eu­ro für die Nacht. Ich hät­te es bei­na­he be­zahlt, bis mir der Por­tier sag­te, dann wür­de ei­ner sei­ner Kol­le­gen den Wa­gen weg­brin­gen. In den letz­ten zwei Wo­chen war mein Au­to qua­si mein Zu­hau­se. Zwi­schen die di­ver­sen Was­ser­fla­schen, Kek­s­pa­ckun­gen und Un­ter­la­gen hät­te der ar­me Mann sich nur in ei­ner ei­gens da­für ge­eig­ne­ten Schutz­klei­dung nie­der­las­sen kön­nen oh­ne sei­ne Ge­sund­heit zu ge­fähr­den. Ich park­te selbst und bil­li­ger.

Was ich da­ge­gen ger­ne nahm, war das Up­gra­te für ei­ne Sui­te. Da ich so spät an­ge­reist war, stand kein nor­ma­les Zim­mer mehr zur Ver­fü­gung. Ich nahm den „Schlag“mit Ge­las­sen­heit. Bi­lanz­tech­nisch war das ehe­ma­li­ge Klos­ter in Bre­da die bes­te Un­ter­kunft, al­ler­dings war es auch ge­wöh­nungs­be­dürf­tig. Das Bad hat­te kei­ne Tür, die der Toi­let­te war aus Glas. Wer hier zu zweit wohnt, soll­te sich sehr gut ken­nen oder we­nigs­tens sehr gut ab­spre­chen, viel­leicht mit ei­nem Pass­wort.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.