CDU: Re­kord­wer­te im So­zi­al­be­richt des Bun­des

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Bea­te Ten­fel­de Nah­les (SPD).

BERLIN. Der CDU-Wirt­schafts­rat hat an­ge­sichts der „Re­kord­wer­te“im So­zi­al­be­richt der Bun­des­re­gie­rung SPD, Grü­ne und Lin­ke vor „Pa­nik­ma­che“und dem Ruf nach wei­te­ren Leis­tun­gen ge­warnt. „Die So­zi­al­aus­ga­ben in Deutsch­land sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich an­ge­stie­gen“, sag­te Wolf­gang Stei­ger, Ge­ne­ral­se­kre­tär des Wirt­schafts­ra­tes der CDU, un­se­rer Re­dak­ti­on. Nach dem So­zi­al­be­richt über­schrei­ten die Kos­ten für Ren­te, Ge­sund­heit und Pfle­ge 2021 die Gren­ze von ei­ner Bil­li­on Eu­ro. Im lau­fen­den Jahr wür­den da­für 962 Mil­li­ar­den Eu­ro aus­ge­ge­ben. Im Jahr 1991 sei­en es nur 400 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­we­sen. An­ge­sichts die­ser Zah­len warf Stei­ger SPD, Grü­nen und Lin­ken vor, ih­ren „Ge­rech­tig­keits­wahl­kampf“auf fal­scher Ba­sis zu füh­ren.

„Auch die sich an­hal­tend bes­sern­den Le­bens­um­stän­de der Men­schen müs­sen be­trach­tet wer­den“, sag­te er. Der „ver­eng­te Blick“auf das Ein­kom­men der Bun­des­bür­ger rei­che nicht. Ein bes­se­res Maß sei die „kon­sis­ten­te Bun­des­so­zi­al­mi­nis­te­rin Ar­mut“und da­mit die Prü­fung der Fra­ge, ob sich Bun­des­bür­ger ei­ne Rei­he von Grund­be­dürf­nis­sen aus fi­nan­zi­el­len Grün­den nicht er­fül­len könn­ten – et­wa die Mög­lich­keit, Ur­laub zu ma­chen oder ein Au­to zu be­sit­zen. Laut CDU-Wirt­schafts­rat kommt nach die­sen Kri­te­ri­en Deutsch­land auf ei­nen gleich­blei­bend nied­ri­gen Wert von drei Pro­zent, im EU-Schnitt lie­ge die­se Quo­te bei 4,2 Pro­zent der EU-Be­völ­ke­rung, in Ita­li­en bei 5,6 Pro­zent und in Bul­ga­ri­en bei 16,2 Pro­zent. Stei­ger lehn­te es ab , trotz sin­ken­der Ar­beits­lo­sig­keit, stei­gen­der Löh­ne und nied­ri­ger Ar­mut in Deutsch­land die So­zi­al­aus­ga­ben im­mer wei­ter zu stei­gern. „Es kann nur das ver­teilt wer­den, was zu­vor er­wirt­schaf­tet wur­de“, be­ton­te er.

Andrea Foto: dpa

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