Asyl­recht muss ge­än­dert wer­den

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zur Be­richt­er­stat­tung über den G-20-Gip­fel und dem Le­ser­brief von Eber­hard Rich­ter „De­mons­tra­ti­ons­recht an­pas­sen“(Aus­ga­be vom 25. Ju­li).

„In sei­nem Le­ser­brief (NOZ v. 25. 7.) hat Herr E. Rich­ter rich­ti­ger­wei­se ei­ne ,mu­ti­ge Ent­schei­dung und Um­set­zung für ein zu­kunfts­wei­sen­des De­mons­tra­ti­ons­recht‘ ge­for­dert, ,in dem die Ge­fah­ren für Bür­ger, Po­li­zei, so­wie Hab und Gut ge­bannt sind‘ . Herr Rich­ter er­hebt die­se For­de­rung als Fol­ge zahl­rei­cher Straf­ta­ten im Zu­sam­men­hang des G-20-Gip­fels in Ham­burg. Recht hat er.

Eben­falls an­ge­passt wer­den müss­te mei­ner Mei­nung nach das Asyl­recht. Die Müt­ter und Vä­ter des Grund­ge­set­zes sind da­mals von Ein­zel­per­so­nen aus­ge­gan­gen, de­nen bei ei­ner po­li­ti­schen Ver­fol­gung Asyl zu ge­wäh­ren ist. Von ei­nem Asyl­recht für über ei­ne Mil­li­on Men­schen, die in­ner­halb nur ei­nes Jah­res in un­ser Land ge­kom­men sind, von Hun­dert­tau­sen­den, die noch kom­men und von Fa­mi­li­en­nach­zug in Mil­lio­nen­hö­he war 1949 si­cher kei­ne Re­de. Da­her muss das Asyl­recht der Leis­tungs­fä­hig­keit un­se­res Staa­tes an­ge­passt wer­den. Schon Alt­Bun­des­prä­si­dent Gauck sag­te: ,Un­ser Herz ist weit. Aber un­se­re Mög­lich­kei­ten sind end­lich.‘ “

Karl-Heinz Krafft Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te

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