Vie­le Ar­beits­lo­se fin­den rasch wie­der ei­nen Job

Schwer­punkt liegt auf Aus­bil­dung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

So­wohl in Wes­ter­kap­peln als auch in Lot­te hat sich die Zahl der Ar­beits­lo­sen im Ju­li ge­gen­über dem Vor­mo­nat nur leicht ver­än­dert. In Wes­ter­kap­peln wa­ren zu­letzt 260 Men­schen ar­beits­los ge­mel­det, acht we­ni­ger als im Ju­ni. In Lot­te stieg die Zahl von 403 auf 405. Im ge­sam­ten Kreis St­ein­furt er­höh­te sich die Zahl der Men­schen oh­ne Job im sel­ben Zei­t­raum um 226 auf 11 034.

Auf­fäl­lig in bei­den Ge­mein­den ist der Rück­gang der so­ge­nann­ten Hartz-IVEmp­fän­ger. In Wes­ter­kap­peln be­zo­gen im Ju­li 160 Men­schen das Ar­beits­lo­sen­geld II (Ju­ni: 175), in Lot­te wa­ren es 274 (Ju­ni: 280). Ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung, die auch kreis­weit zu be­ob­ach­ten sei, wie das Job­cen­ter des Krei­ses St­ein­furt mit­teilt.

Ei­nen leich­ten Zu­wachs ver­zeich­net die Agen­tur für Ar­beit in Rhei­ne hin­ge­gen bei den Be­zie­hern von Ar­beits­lo­sen­geld III: in Wes­ter­kap­peln von 93 auf 100 und in Lot­te von 123 auf 131. Wie Markus Bö­cker, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Ver­bund­ge­schäfts­stel­le Ib­ben­bü­ren er­läu­tert, ist der An­stieg vor al­lem auf das En­de des Aus­bil­dungs­jah­res zu­rück­zu­füh­ren. „Wer nach der Leh­re nicht vom Be­trieb über­nom­men wird, ist manch­mal für kur­ze Zeit ar­beits­los ge­mel­det, be­vor er ei­ne neue Stel­le an­tritt.“Das, er­gänzt Bö­cker, sei ein „ganz nor­ma­ler Pro­zess“. Denn die Aus­sich­ten, wie­der in Ar­beit zu kom­men, ste­hen so gut wie lan­ge nicht mehr. „Die durch­schnitt­li­che Dau­er der Ar­beits­lo­sig­keit sinkt“, stellt Bö­cker fest. Das zei­ge, dass gut aus­ge­bil­de­te Kräf­te meist rasch wie­der ei­ne neue Be­schäf­ti­gung fän­den.

Die Nach­fra­ge der Un­ter­neh­men nach Mit­ar­bei­tern ist hoch, zahl­rei­che Stel­len ins­be­son­de­re im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be, in der Kf­zBran­che so­wie im Ge­sund­heits­und So­zi­al­we­sen sind un­be­setzt. „Die Her­aus­for­de­rung für uns be­steht nun dar­in, bei­de Sei­ten zu­sam­men­zu­brin­gen“, er­läu­tert Bö­cker. Ge­ra­de Branchen, in de­nen es auf die Qua­li­fi­ka­ti­on und die Kennt­nis­se der Mit­ar­bei­ter an­kommt, hät­ten Pro­ble­me, ge­eig­ne­te Mit­ar­bei­ter zu fin­den.

Die Ar­beits­agen­tur in­ves­tiert des­halb nach ei­ge­nen An­ga­ben vor al­lem in die Aus­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung von Ar­beit­neh­mern.

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