Büh­ne und Ge­län­de für das Open Air neh­men Gestalt an

Schloss­park ab heu­te Abend für die Öf­fent­lich­keit ge­sperrt

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Wer mo­men­tan in Os­na­brück ei­nen Platz zum Ent­span­nen sucht, soll­te den Schloss­gar­ten bes­ser mei­den. Der Park gleicht noch ei­ner Bau­stel­le. Ab heu­te Abend wird er für die Öf­fent­lich­keit gar nicht mehr zu­gäng­lich sein.

Ges­tern wa­ren et­wa 50 Ar­bei­ter im Schloss­gar­ten tä­tig, um die Büh­ne auf­zu­bau­en. Ein Au­to­kran hat die schwe­ren Tra­ver­sen und Büh­nen­ele­men­te hoch­ge­hievt. Nach und nach nimmt die 30 Me­ter brei­te, 12 Me­ter tie­fe und 15 Me­ter ho­he Büh­ne, die zwei Me­ter über dem Bo­den steht, Kon­tu­ren an.

Laut Pro­jekt­lei­ter Chris­toph Heng­holt ar­bei­ten beim ge­sam­ten Schloss­gar­ten Open Air meh­re­re Hun­dert Men­schen, die mit dem Auf­bau der Büh­ne, dem Ein­rich­ten der Tech­nik bis zum Auf­stel­len der Di­xi-Klos be­schäf­tigt sind. Dass auf ih­nen der Name Bos­se zu le­sen ist, hat üb­ri­gens nichts mit dem gleich­na­mi­gen Sän­ger zu tun. Es ver­weist auf die Auf­stel­ler-Fir­ma aus Oer­ling­hau­sen.

An­sons­ten ar­bei­tet der Ver­an­stal­ter des Schloss­gar­ten Open Airs, die Goldrush Pro­duc­tions Gm­bH, über­wie­gend mit Fir­men aus der Os­na­brü­cker Re­gi­on zu­sam­men, wie Heng­holt sagt. Wel­zel aus Bram­sche baut die Büh­ne auf, der Zelt­ver­leih Kort­kamp kommt aus Hil­ter, und der Gas­tro­nom Chris­toph Sierp ist mit Goldrush am Auf­bau der Gas­tro­no­mie be­tei­ligt.

Chris­toph Heng­holt schläft zwar noch in sei­nem ei­ge­nen Bett. Aber er ver­bringt den Groß­teil sei­ner Zeit mo­men­tan im Schloss­gar­ten. 24 St­un­den am Tag ist Pro­duk­ti­ons­lei­ter Dirk Hat­ten­dorf dort. Er hat schon Groß­ver­an­stal­tun­gen mit Ti­na Tur­ner, Si­do oder den Rol­ling Sto­nes auf­ge­baut und ist die Ru­he selbst. Nachts sind üb­ri­gens auch Mit­ar­bei­ter vor Ort, die dar­auf ach­ten, dass nichts ge­stoh­len wird und nie­mand auf der Büh­nen­kon­struk­ti­on her­um­klet­tert.

Ab heu­te Abend soll der Zu­gang für die Öf­fent­lich­keit zur gro­ßen Wie­se, wo am Frei­tag Andre­as Bou­ra­ni und am Sams­tag die Be­gin­ner

auf­tre­ten, ge­sperrt sein. Das ge­sche­he aus Si­cher­heits­grün­den, so Heng­holt. „Vie­le Zu­fahrts­we­ge wer­den von Zu­lie­fe­rern ver­sperrt.“

Das The­ma Si­cher­heit spielt ei­ne gro­ße Rol­le beim Schloss­gar­ten-Open-Air, seit­dem es vor drei Jah­ren zum ers­ten Mal statt­ge­fun­den hat. Das Si­cher­heits­kon­zept wer­de zwar je­des Jahr aufs Neue über­prüft und mit der Po­li­zei, der Feu­er­wehr und den Ret­tungs­kräf­ten ab­ge­stimmt. Es ha­be sich aber be­währt, so Heng­holt.

Je­der Be­su­cher er­hal­te am Ein­gang ei­nen „Bodycheck“, so der Pro­jekt­lei­ter. Da­mit ist nicht der har­te Zu­sam­men­prall beim Eis­ho­ckey ge­meint, son­dern die Un­ter­su­chung ei­ner Per­son. „Das ge­schieht na­tür­lich freund­lich“, ver­si­chert Heng­holt. Zu­dem wird ein Bom­ben­spür­hund ein­ge­setzt, und es wer­den Durch­fahr­sper­ren aus Be­ton an den Zu­fahrts­we­gen auf­ge­stellt. Im und um den Schloss­gar­ten sei­en Po­li­zei­be­am­te auf Strei­fe un­ter­wegs, so Heng­holt.

Ins­ge­samt ste­hen im Fal­le ei­nes Fal­les sechs Not­aus­gän­ge zur Ver­fü­gung. Sie wer­den auch ge­öff­net, wenn es zu ei­nem Un­wet­ter kom­men soll­te. Die Pro­gno­sen sa­gen aber Tem­pe­ra­tu­ren um die 22 Grad und kei­nen Nie­der­schlag vor­aus. Falls es doch zu Wet­ter­ka­prio­len kom­men soll­te, ste­hen das Rats­gym­na­si­um und die Schloss­wall­hal­le als Rück­zugs­räu­me zur Ver­fü­gung.

Fo­tos: Michael Grün­del

Die Auf­bau­ar­bei­ten für das Schloss­gar­ten-Open-Air am Frei­tag und Sams­tag sind in vol­lem Gan­ge.

Den Groß­teil sei­ner Zeit ver­bringt Pro­jekt­lei­ter Chris­toph Heng­holt mo­men­tan im Schloss­gar­ten.

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