Steu­er­er­leich­te­run­gen für Flut­op­fer be­schlos­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest -

Op­fer des Hoch­was­sers in Nie­der­sach­sen kön­nen mit Steu­er­er­leich­te­run­gen und ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren bei der Steu­er rech­nen. Da­zu zählt, dass fäl­li­ge Steu­ern bis zum 30. No­vem­ber ge­stun­det und Vor­aus­zah­lun­gen an­ge­passt wer­den könn­ten, wie das Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch in Han­no­ver mit­teil­te. Voll­stre­ckungs­maß­nah­men oder Säum­nis­zu­schlä­ge ent­fie­len bis da­hin. Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el äu­ßer­te sich er­schüt­tert über die La­ge im Land­kreis Wol­fen­büt­tel, sei­nem Wahl­kreis. Auch der SPD-Po­li­ti­ker stell­te Steu­er­er­leich­te­run­gen in Aus­sicht.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil hat­te den Flut­op­fern zu­vor „un­bü­ro­kra­ti­sche So­fort­hil­fe“zu­ge­si­chert. Vor­ge­se­hen war, ei­nen Ar­beits­stab zu bil­den, der die Hoch­was­ser­schä­den auf­ar­bei­tet. We­gen der Schä­den hat­te et­wa Gos­lars Ober­bür­ger­meis­ter Oli­ver Junk fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung vom Land Nie­der­sach­sen ge­for­dert.

Wer neu­en Haus­rat oder Klei­dung kau­fen oder Schä­den an Woh­nung oder Haus be­sei­ti­gen muss, kann sich dies laut Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um als au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­las­tung bei der Steu­er­er­klä­rung an­rech­nen las­sen. Un­ter­neh­men wie­der­um könn­ten beim Wie­der­auf­bau Son­der­ab­schrei­bun­gen gel­tend ma­chen. Bei der steu­er­li­chen Nach­weis­pflicht soll groß­zü­gig ver­fah­ren wer­den – als Spen­den­nach­weis ge­nü­ge die Bu­chungs­be­stä­ti­gung der Bank oder ein ent­spre­chen­der Aus­druck beim On­li­ne­Ban­king.

Auf der­ar­ti­ge Ver­ein­fa­chun­gen ha­be sich das Land Nie­der­sach­sen mit dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um ge­ei­nigt, teil­ten Ga­b­ri­el und das Mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver über­ein­stim­mend mit.

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