Can­na­bis-Mo­dell­ver­such: Müns­ter ver­teilt Gras

Für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cke

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest -

Von Ol­ga Zu­di­lin

Für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cke möch­te die Stadt Müns­ter ein Jahr lang kos­ten­los Can­na­bis an 100 Müns­te­ra­ner ver­tei­len. Da­mit soll der Ein­satz von Can­na­bis als Ge­nuss­mit­tel bes­ser er­forscht wer­den.

Wie die Stadt Müns­ter auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on mit­teilt, hat sie ei­nen An­trag beim Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Me­di­zin­pro­duk­te (BfArM) ge­stellt. Wird die­ser ge­neh­migt und stimmt auch der Rat der Stadt Müns­ter zu, wird die Stadt die Pro­ban­den aus­wäh­len.

Die­se dür­fen we­der kör­per­lich noch psy­chisch schwer krank sein oder un­ter ei­ner Sucht lei­den. Auch schwan­ge­re oder stil­len­de Frau­en sei­en aus­ge­schlos­sen. Gibt ein Pro­band das ihm ver­ab­reich­te Can­na­bis wei­ter, wird er von der Stu­die ver­bannt.

Ins­ge­samt 100 Per­so­nen wer­den so ein Jahr lang ma­xi­mal zwei Gramm pro Wo­che er­hal­ten. Be­zah­len müs­sen sie da­für nichts. Die Pro­ban­den wer­den nach An­ga­ben der Stadt Müns­ter über den ge­sam­ten Zei­t­raum me­di­zi­nisch be­treut. Die Stadt Müns­ter geht da­von aus, dass sie das Ha­schisch von der Can­na­bi­sagen­tur be­zie­hen wird. Die Agen­tur soll die Ver­sor­gung schwer kran­ker Pa­ti­en­ten mit in Deutsch­land an­ge­bau­tem Can­na­bis si­cher­stel­len.

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