Ver­stän­di­gung ist über­le­bens­wich­tig

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Ar­ti­kel „Trump setzt die Dau­men­schrau­ben an“und dem Kom­men­tar von Ma­ri­on Trim­born „Die Russ­lan­dHys­te­rie“(Aus­ga­be vom 21. Ju­li) so­wie „Im Trump’ schen Ausnahmezustand“(Aus­ga­be vom 20. Ju­li) und dem Ar­ti­kel „Auf ein Gläs­chen mit Kreml-Kri­ti­ke­rin Ale­xe­je­wa“(Aus­ga­be vom 21. Ju­li).

„Wie ist es mög­lich, dass Jour­na­lis­ten in den USA und in Deutsch­land Do­nald Trump zum Vor­wurf ma­chen, sich für Ver­stän­di­gung mit Russ­land ein­zu­set­zen? Ist es den Deut­schen nicht klar, wie über­le­bens­wich­tig für uns die Ver­stän­di­gung zwi­schen den bei­den Groß­mäch­ten ist?

Wir Deut­schen sind doch die Ers­ten, die ei­nem krie­ge­ri­schen Kon­flikt der bei­den zum Op­fer fal­len. Wir soll­ten doch heil­froh sein […]. Aber na­tür­lich, der ,Mi­li­tä­ri­schWirt­schaft­li­che Kom­plex‘ , [...] die Hard­li­ner des Esta­blish­ments

und nicht zu­letzt die Nato brau­chen doch ihr Feind­bild. Heim­lich, heißt es in ei­nem Be­richt, ha­be sich Trump in Ham­burg nach dem of­fi­zi­el­len Tref­fen noch ein­mal mit Pu­tin ge­trof­fen. Was ist dar­an ver­werf­lich? Di­plo­ma­tie fin­det im Stil­len statt. Ma­ri­on Trim­born schreibt zu Recht in ih­rem

sehr le­sens­wer­ten Kom­men­tar ,Die Russ­land-Hys­te­rie‘ : ,Frü­her nann­te man das Ent­span­nungs­po­li­tik.‘

Ich er­in­ne­re noch ein­mal an Pu­tins Re­de in deut­scher Spra­che vor dem Deut­schen Bun­des­tag. Er be­kam mi­nu­ten­lan­gen Bei­fall, ja Stan­ding Ova­tions für sei­ne Aus­füh­run­gen. Das ver­setz­te die USA und die deut­schen At­lan­ti­ker in Alarm­stim­mung. Es darf doch um Him­mels wil­len nicht sein, dass wir ei­gen­stän­di­ge, auf Freund­schaft auf­ge­bau­te Be­zie­hun­gen zu un­se­rem gro­ßen Nach­bar­land ha­ben. Das ein­zi­ge Ver­nünf­ti­ge, was Trump macht, näm­lich Ver­stän­di­gung und nicht Krieg auch in Sy­ri­en, wird ihm an­ge­krei­det, ja es soll ihn zu Fall brin­gen. Welch ein Un­recht Pu­tin im­mer­wäh­rend an­ge­tan wird, zeigt das Fo­to Pu­tins mit sei­ner Kri­ti­ke­rin Ale­xe­je­wa zu ih­rem 90. Ge­burts­tag in der NOZ vom 21. Ju­li ein­deu­tig. Es ist ei­ne Un­ver­schämt­heit, Pu­tin mit Er­do­gan gleich­zu­set­zen. Pu­tin hat ei­nen Men­schen­rechts­rat, in dem Ale­xe­je­wa, sei­ne Kri­ti­ke­rin, Mit­glied ist. Gibt es so et­was bei Er­do­gan, gab es das bei Sta­lin, gab es das bei Hit­ler, gibt es das in den USA?“Li­lo Wer­der Os­na­brück

Fo­to: dpa

Den Aus­tausch zwi­schen Do­nald Trump (rechts) und Wla­di­mir Pu­tin lobt ei­ne Le­se­rin.

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