Hier wä­re ein Mehr­ge­ne­ra­tio­nen-Spiel­platz mög­lich

Dau­men hoch für Spiel­platz an der Brin­gen­burg – Spiel­platz­tes­ter mit Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Dies­mal sind die Spiel­platz­tes­te­rin­nen auf dem zur Dü­te hin hoch ein­ge­zäun­ten Spiel­platz in Wer­sen an der Brin­gen­burg un­ter­wegs. Er ist mit 5000 Qua­drat­me­tern der größ­te in der Ge­mein­de und bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten zum Be­we­gen und Spaß­ha­ben.

Ob­wohl das Wet­ter an die­sem Sams­tag­nach­mit­tag schön ist, sind noch kei­ne Kin­der zu se­hen. Für So­phie und Lau­ra ist der Platz gut mit dem Fahr­rad oder zu Fuß über den Al­ten Müh­len­weg zu er­rei­chen. Mit dem Au­to fah­ren sie mit ih­rer Mut­ter ent­lang der Stra­ße „Zum At­ter­see“und hal­ten auf dem Park­platz vor dem Hoch­haus.

Sie lau­fen die Schrä­ge zum Ra­sen-Bolz­platz run­ter und pro­bie­ren zu­erst die drei un­ter­schied­lich ho­hen Turn­stan­gen aus. Be­geis­tert, denn die bei­den lie­ben das Klet­tern. „Die nied­ri­ge Stan­ge ist was für Kin­der ab 5 Jah­ren, je nach Grö­ße auch Kin­der­gar­ten­kin­der“, meint Lau­ra, „an der ho­hen soll­ten bes­ser ge­üb­te Klet­te­rer tur­nen.“

Schnel­le Schei­be

Wei­ter geht’ s auf die gro­ße me­tal­le­ne Dreh­schei­be. Neu­lin­ge soll­ten beim Drauf­klet­tern auf den pas­sen­den Mo­ment war­ten, da­mit man sich nicht ver­letzt. Die bei­den er­fah­re­nen Spiel­platz­tes­te­rin­nen ha­ben über­haupt kei­ne Pro­ble­me da­mit und la­den ih­re Ma­ma zum Mit­ma­chen ein. So­bald die Schei­be schnel­ler dreht, müs­sen Un­ge­üb­te auf­pas­sen, nicht run­ter­zu­rut­schen, aber das bringt auch mäch­tig viel Spaß für Groß und Klein.

Nun ist das Klet­ter­häus­chen mit Seil für den Ab- und Auf­stieg dran. Es sieht so hübsch wie ein He­xen­häus­chen aus. „Das ist toll zum Klet­tern!“, ru­fen die bei­den vom Dach, wäh­rend ih­re Mut­ter das Ge­sche­hen von ei­ner Bank aus be­ob­ach­tet. Die Schau­keln mit Plas­tik­sit­zen wer­den ger­ne an­ge­nom­men und pas­sen von der Hö­he her op­ti­mal. „Oft sind die Sei­le zu lang, aber hier passt die Hö­he gut“, ur­teilt Lau­ra.

Mitt­ler­wei­le sind drei wei­te­re Mäd­chen auf dem Spiel­platz und ha­ben viel Spaß an der lan­gen Seil­bahn, die Lau­ra und So­phie zu­vor be­geis­tert ge­tes­tet ha­ben mit dem Re­sul­tat: „Die Seil­bahn ist toll!“Ei­ne gro­ße Wip­pe für vier Kin­der und ein Ein­zel­wip­per er­gän­zen das An­ge­bot auf die­sem weit­läu­fi­gen Ra­sen-Sand-Spiel­platz. „Die Rut­sche ist auch schön, vor al­lem weil man über die Sei­le hoch­klet­tern kann“, sagt die neun­jäh­ri­ge Lau­ra.

So­phie ent­deckt ne­ben der Sand­gru­be ei­ne gro­ße Be­ton­flie­se, über die man leicht stol­pern kann, wenn man nicht auf den Bo­den schaut. Sie fragt, war­um auf dem Bolz­platz kei­ne Net­ze in den Tor­rah­men hän­gen. Das er­klärt ih­re Mut­ter da­mit, dass die­se viel­leicht ka­putt ge­macht oder mit­ge­nom­men wer­den und dass so ei­ne In­ves­ti­ti­on eher kei­nen Sinn ma­che: „Haupt­sa­che ist doch, dass man To­re schie­ßen kann.“

Wie­der set­zen sich die drei zu­sam­men und über­le­gen, was gut an die­sem Spiel­platz ist und was man ver­bes­sern kön­ne. Dass der Platz so groß ist und vie­le Mög­lich­kei­ten zum Klet­tern, Schau­keln, Wip­pen und Bol­zen bie­tet, fin­den al­le drei gut. Auch die Sau­ber­keit auf dem Platz ist o.k., die Ge­rä­te in­takt. Nur ne­ben der Bank im Schat­ten lie­gen Hin­ter­las­sen­schaf­ten von nicht ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Spiel­platz­be­nut­zern.

Das Fa­zit

So­phie fin­det die Turn­stan­gen, das Klet­ter­haus und die Seil­bahn am bes­ten und hät­te ger­ne ei­ne Nest­schau­kel. Die Dreh­schei­be fin­det die Sechs­jäh­ri­ge per­sön­lich nicht ge­fähr­lich. Wenn es rich­tig heiß ist, wür­den die bei­den eher nicht zu die­sem Spiel­platz ge­hen, denn Schat­ten fällt nur auf ei­ne Bank. „Ein Son­nen­schutz­se­gel ne­ben dem Klet­ter­haus über den Sand­kas­ten­be­reich wür­de schon helfen“, schlägt die Mut­ter der zwei Mä­del vor. Um aus die­sem gro­ßen Spiel­platz ei­nen at­trak­ti­ven Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­spiel­platz zu ent­wi­ckeln, könn­te man viel­leicht ei­ne Was­ser­tret­an­la­ge und ei­ne Schau­kel für Er­wach­se­ne hin­zu­fü­gen.

Al­le drei ver­mis­sen ei­ne Un­ter­stell­mög­lich­keit bei Re­gen und we­nigs­tens ei­nen Tisch, an dem sie ih­ren Pick­nick­korb aus­pa­cken und ge­müt­lich es­sen und trin­ken kön­nen. Auch hier wä­re ei­ne Was­ser­spiel­an­la­ge toll.

Lau­ra fin­det, dass Kin­der al­lei­ne so ab sie­ben, acht Jah­ren die­sen Spiel­platz be­su­chen kön­nen, jün­ge­re mit Auf­sichts­per­son. Sie wünscht sich et­was mehr zum Klet­tern: „Aber nicht so et­was Ein­fa­ches, son­dern wo man ein biss­chen mehr her­aus­ge­for­dert wird und auch mit­den­ken muss.“Für sie geht der Dau­men für die­sen Spiel­platz ins­ge­samt ganz klar nach oben.

Fo­tos: Er­na Berg

Auf der Dreh­schei­be kom­men Lau­ra und So­phie so rich­tig in Fahrt.

Dau­men hoch für Spiel­platz an der Brin­gen­burg.

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