Emo­jis, Ex­zen­tri­ker und Eman­zi­pa­ti­on

In der fran­zö­si­schen Ko­mö­die „Ali­bi.com“wird Män­nern aus der Pat­sche ge­hol­fen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Ci­ne­ma Ar­thouse, Ci­ne­star, Film­pas­sa­ge: „Emo­ji – Der Film“. Je­des Smart­pho­ne be­her­bergt ei­ne ei­ge­ne Welt für sich. Das liegt an den put­zi­gen Emo­jis. Die tum­meln sich in der Ge­mein­de Tex­to­po­lis und hof­fen dar­auf, von ih­ren Nut­zern auf de­ren zahl­rei­chen so­zia­len Platt­for­men ein­ge­setzt zu wer­den. Als der jun­ge Alex sei­ner heim­li­chen Lie­be ei­nen je­ner nied­li­chen Emo­jis schi­cken möch­te, ak­ti­viert er das un­si­che­re Mul­ti-Smi­ley Ge­ne, das da­durch in ein un­glaub­li­ches Aben­teu­er ge­rät. So­ny Pic­tu­res Ani­ma­ti­on bringt den Film in 2-D- und 3-D-Fas­sun­gen in die Ki­nos. Kei­ne Al­ters­be­schrän­kung. ju­er

Ci­ne­ma-Ar­thouse, Ci­ne­star, Film­pas­sa­ge: „Pla­net der Af­fen: Sur­vi­val“. Zum drit­ten Mal spielt An­dy Ser­kis den auf­rüh­re­ri­schen Schim­pan­sen Ca­e­sar. Bei ei­nem Mord­an­schlag ver­liert er sein Kind und kämpft trau­ma­ti­siert ge­gen sei­nen Hass auf die Men­schen. Mit Woo­dy Har­rel­son als Ge­gen­spie­ler des Schim­pan­sen ent­wirft Matt Ree­ves ein ei­si­ges Kriegs­epos, das beim Bi­bel­film ge­nau­so deut­li­che An­lei­hen macht wie bei Fran­cis Ford Cop­po­las Klas­si­ker „Apo­ca­lyp­se Now“(1979). Und wenn der Ab­spann ein­setzt, sind al­le Ge­wiss­hei­ten über den Un­ter­schied von Mensch und Tier ver­lo­ren. Ge­lun­gen! Ab 12. dab

Ci­ne­ma-Ar­thouse: „Die gött­li­che Ord­nung“. 1971 lebt in ei­nem klei­nen Dorf in der Schweiz ei­ne jun­ge Frau mit ih­rem Mann und ih­ren zwei Söh­nen. Zu der Zeit herrscht im Al­pen­land die Mei­nung, dass Frau­en sich um den Haus­halt zu küm­mern

ha­ben, ist doch Eman­zi­pa­ti­on ei­ne Sün­de ge­gen die Na­tur. Als No­ra ei­ne Ar­beit au­ßer Haus er­grei­fen will, ver­wei­gert ihr Mann un­ter Be­ru­fung auf das Ehe­ge­setz sei­ne Er­laub­nis. Das aber sta­chelt den Wi­der­spruchs­geist der jun­gen

Frau erst recht an. Als sie sich auch noch ak­tiv für das Frau­en­stimm­recht ein­setzt, ge­ra­ten Dorf- und Fa­mi­li­en­frie­den mäch­tig ins Wan­ken. Schwei­zer Ko­mö­die um ein erns­tes The­ma aus der na­hen Ver­gan­gen­heit. Ab 6. ve­ge

Ci­ne­ma-Ar­thouse, Ci­ne­star, Film­pas­sa­ge: „Ali­bi.com“. Greg ist Ge­schäfts­mann, und sein jüngs­ter Coup ist die Grün­dung des über­aus er­folg­rei­chen Un­ter­neh­mens „Ali­bi.com“. Die zu­meist männ­li­chen Kun­den wer­den bei Be­darf mit fin­gier­ten Ali­bis nach Maß be­lie­fert. Der Chef und sei­ne bei­den Mit­ar­bei­ter ver­su­chen al­les, um ih­re Kli­en­ten zu de­cken oder ihnen aus der Pat­sche zu helfen. Doch dann lernt Greg die schö­ne Flo ken­nen – und die­se ver­ab­scheut vor al­lem eins: lü­gen­de Män­ner. Ko­mö­di­enHit aus Frank­reich. Ab 6. west

Ha­se­tor: „Fi­nal Por­trait“. Das Pa­ri­ser Bo­hè­me-Vier­tel Mont­par­nas­se im Jahre 1964: Der schon da­mals be­rühm­te Künst­ler Al­ber­to Gi­a­co­met­ti (ein al­ter, zer­furch­ter Ge­off­rey Rush) lädt den jun­gen ame­ri­ka­ni­schen Kunst­kri­ti­ker Ja­mes Lord (ein adret­ter Ar­mie Ham­mer) zu sich ins Ate­lier ein, um ihn zu por­trä­tie­ren. Aus ei­nem ge­plan­ten Tref­fen wer­den 18 Sit­zun­gen, in de­nen Gi­a­co­met­ti das Bild­nis Lords im­mer wie­der über­malt. Der jun­ge Au­tor do­ku­men­tiert die Bild­nis­se mit sei­ner Ka­me­ra. Er be­glei­tet den ex­zen­tri­schen Bild­hau­er durch Kn­ei­pen und Ca­fés und lernt des­sen Ge­lieb­te, die Pro­sti­tu­ier­te Ca­ro­li­ne (Clé­mence Poé­sy) ken­nen. Auch wer sonst nichts für Kunst­ge­schich­te üb­rig hat, wird die­sen Film lie­ben. Kei­ne Al­ters­be­schrän­kung. cls

Aus dem Smart­pho­ne auf die Lein­wand: Die Emo­jis schmü­cken nicht mehr nur un­se­re Text­nach­rich­ten, son­dern er­le­ben schon ei­ge­ne Aben­teu­er. Fo­to: So­ny Pic­tu­res

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