Trash

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen - Von To­bi­as Sun­der­diek

Plötz­lich tau­chen gi­gan­ti­sche Raum­schif­fe auf. Strah­len­ka­no­nen schie­ßen. Flug­zeu­ge ex­plo­die­ren. Die In­va­si­on der Er­de steht be­vor. Das Sze­na­rio kommt ei­nem be­kannt vor? Kein Wun­der, deu­tet der Ti­tel doch be­reits an, dass die­ser Film ein Mix aus „In­de­pen­dence Day“und „Krieg der Wel­ten“ist, ei­ne kos­ten­güns­ti­ge Kreu­zung aus Ro­land Em­me­richs Ka­ta­stro­phen­sze­na­rio und Ste­ven Spiel­bergs Her­bert-Ge­or­ge-Wells-Ver­fil­mung. Aber im­mer­hin: Es dau­ert kei­ne zehn Mi­nu­ten, und nicht nur der USPrä­si­dent ist tot, son­dern auch das Wei­ße Haus ge­sprengt. Dass die Spe­zi­al­ef­fek­te schlicht sind, steht bei die­ser Di­rect-to-DVDPro­duk­ti­on au­ßer Fra­ge.

Und sind die meis­ten Hol­ly­wood-Block­bus­ter im Prin­zip auch nur B-Fil­me mit A-Bud­get, han­delt es sich hier um ei­nen C-Film mit C-Bud­get. Als Re­gie­de­büt in­sze­niert von Lau­ra Beth Lo­ve, der Ka­me­ra­frau von „Shar­kna­do 4“, haut der Film aufs Gan­ze: Die Hand­lung ist hauch­dünn, Darstel­ler und Syn­chro­ni­sa­ti­on grot­tig. Dar­über kann man sich är­gern. Muss es aber nicht. Denn ein­mal ak­zep­tiert, dass man hier ei­ne ech­te Trash­pro­duk­ti­on vor­lie­gen hat, macht der Film durch­aus Spaß. Es gibt sie al­so doch: Fil­me, die so schlecht sind, dass sie wie­der Spaß ma­chen. Dies ist ei­ner da­von.

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