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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Knapp zwei Mo­na­te vor der Wahl neh­men vie­le Zei­tun­gen die bun­des­po­li­ti­sche La­ge in den Blick: (Karls­ru­he) „Ob Flücht­lings­po­li­tik oder Tür­kei­po­li­tik, es ist die SPD, die ih­re al­ten Po­si­tio­nen räu­men muss, nicht die Uni­on. An die­sem Di­lem­ma än­dert auch die ges­tern von Ge­ne­ral­se­kre­tär Hu­ber­tus Heil prä­sen­tier­te Wahl­kampf­stra­te­gie für die letz­ten sie­ben Wo­chen nichts. Auch wenn die Par­tei sich an den Stroh­halm klam­mert, dass noch nichts fest­ste­he und die Wahl erst auf den letz­ten Me­tern ent­schie­den wer­de, wirkt die Kam­pa­gne doch fast so, als glau­be die SPD selbst nicht mehr an ih­ren Sieg.“ „Die Leu­te ha­ben mehr­heit­lich ent­we­der das Ge­fühl, dass es mit An­ge­la Mer­kel gut läuft, oder aber, dass es mit ei­nem an­de­ren Kanz­ler nicht bes­ser wä­re. Die SPD kann nur er­ho­be­nen Haup­tes durch die­se Pha­se ge­hen [...]. Dass sich der Wind aber spä­tes­tens dann dre­hen wird, wenn Mer­kel ab­tritt und dann ei­ne kopf­lo­se, re­gel­recht ent­kern­te Uni­on hin­ter­lässt oder wenn klar wird, dass ein ide­en­ar­mes ,Wei­ter so‘ al­lein nicht reicht, um die Zu­kunft des Lan­des zu si­chern, da­mit ist zu rech­nen. Da­für sind die So­zi­al­de­mo­kra­ten gut vor­be­rei­tet.“ „Wäh­rend es für CDU und CSU of­fen­bar reicht, die be­lieb­te Kanz­le­rin in den Mit­tel­punkt ih­rer Kam­pa­gne zu rü­cken und ein we­nig am­bi­tio­nier­tes ,Wei­ter so‘ [...] zu ver­spre­chen, um beim Wäh­ler zu punk­ten, ver­hed­dert sich die SPD – wie schon 2009 – bei ih­rem Ver­such, gleich­zei­tig Re­gie­rung wie Op­po­si­ti­on zu sein. Ob­wohl sie seit bald 20 Jah­ren re­giert, ab­ge­se­hen von der vier­jäh­ri­gen schwarz-gel­ben Ko­ali­ti­on zwi­schen 2009 und 2013, malt sie ein reich­lich grau­es Bild vom Zu­stand des Lan­des, statt sich mit den Er­fol­gen ih­res Re­gie­rungs­han­delns zu schmü­cken. Die­ser Spa­gat aber kann nicht gut ge­hen.“ (Hei­del­berg) „Mit ver­mut­lich bald sie­ben Par­tei­en im Bun­des­tag wird die Bil­dung von Mehr­hei­ten deut­lich schwie­ri­ger als bis­her. Zu­dem steigt die Wahr­schein­lich­keit, dass nicht im­mer der Kan­di­dat der stärks­ten Par­tei ins Kanz­ler­amt ein­zie­hen kann. Auch wenn An­ge­la Mer­kel heu­te de­mons­tra­tiv den Au­to-Gip­fel schwänzt, so weiß sie eben doch ge­nau, dass ihr noch harte Wo­chen be­vor­ste­hen. Und Schulz weiß das auch.“

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