Staats­an­walt­schaft will Wahl-An­nul­lie­rung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft in Ve­ne­zue­la hat die An­nul­lie­rung der Wahl zur ver­fas­sung­ge­ben­den Ver­samm­lung ge­for­dert. Die Be­hör­de reich­te am Don­ners­tag vor Ge­richt ei­nen An­trag ein, um die für die­sen Frei­tag ge­plan­te Kon­sti­tu­ie­rung der Ver­samm­lung zu ver­hin­dern, wie sie über den Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter mit­teil­te. Sie be­grün­de­te ih­ren Schritt mit dem Ver­dacht auf Ma­ni­pu­la­tio­nen bei der Wahl am Sonn­tag.

Be­reits zu­vor hat­te Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin Lui­sa Or­te­ga die Ein­lei­tung von Er­mitt­lun­gen ge­gen die re­gie­rungs­treue Wahl­kom­mis­si­on be­kannt ge­ge­ben. Or­te­ga ist ei­ne wich­ti­ge Ge­gen­spie­le­rin des links­na­tio­na­lis­ti­schen Staats­chef Ni­colás Ma­du­ro, der den Vor­wurf der Wahl­ma­ni­pu­la­ti­on zu­rück­wies.

Die ver­fas­sung­ge­ben­de Ver­samm­lung soll das re­gu­lä­re Par­la­ment er­set­zen, in dem Ma­du­ros Geg­ner die Mehr­heit ha­ben. Sie soll ei­ne neue Ver­fas­sung aus­ar­bei­ten. Ma­du­ros kon­ser­va­ti­ve und rech­te Geg­ner wer­fen dem Staats­chef vor, er wol­le dik­ta­to­ri­sche Voll­mach­ten an sich rei­ßen. Die Op­po­si­ti­on hat­te die Ab­stim­mung boy­kot­tiert.

Der bri­ti­sche Her­stel­ler der Wahl­ma­schi­nen in Ve­ne­zue­la, Smart­ma­tic, be­haup­tet, dass die Wahl­be­tei­li­gung ma­ni­pu­liert wor­den sei. Die Fir­ma er­klär­te, es hät­ten nicht die of­fi­zi­ell ver­kün­de­ten 8,1 Mil­lio­nen Men­schen ab­ge­stimmt. Ei­ni­ge Schät­zun­gen ge­hen von 2,4 bis knapp vier Mil­lio­nen Men­schen aus, was ei­ner Wahl­be­tei­li­gung von 12 bis 20 Pro­zent ent­sprä­che.

Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin Lui­sa Or­te­ga Díaz. Fo­to: dpa

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