Herz­li­cher Ap­plaus für den Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger

12. Ju­li 2002: Gün­ter Grass

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - Von Sil­ke Brick­wed­de

Der da­mals 74-jäh­ri­ge Gün­ter Grass

Steil und schwung­voll trug der Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger von 1999, Gün­ter Grass, am spä­ten Nach­mit­tag des 12. Ju­li 2002 sei­nen Na­men ins Gol­de­ne Buch der Stadt Osnabrück ein. Ober­bür­ger­meis­ter Hans-Jür­gen Fip (SPD) hat­te den Schrift­stel­ler und des­sen Frau Ute Gru­nert zu­vor im Frie­dens­saal emp­fan­gen. Mit ei­nem herz­li­chen Ap­plaus wur­de der Au­tor der welt­be­rühm­ten „Blech­trom­mel“im Rat­haus be­grüßt.

Am Abend las der Schrift­stel­ler dann im Eu­ro­pa­saal der Stadt­hal­le vor et­wa 1500 Zu­hö­rern an­nä­hernd zwei St­un­den aus sei­nem da­mals ge­ra­de neu er­schie­ne­nen Buch „Im Krebs­gang“. Zu­vor be­sich­tig­te er das Fe­lix-Nuss­baum-Haus, durch das ihn Mu­se­ums­lei­te­rin In­ge Ja­eh­ner führ­te.

Im Ja­nu­ar 2014 wur­de der in­zwi­schen 86-jäh­ri­ge No­bel­preis­trä­ger er­neut im Rat­haus emp­fan­gen, die­ses Mal von Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Grie­sert (CDU). Ei­nen wei­te­ren Ein­trag ins Gol­de­ne Buch gab es nicht.

Der Schrift­stel­ler be­such­te die Frie­dens­stadt, um ei­ne Aus­stel­lung mit ei­ner Aus­wahl aus sei­nem gra­fi­schen Werk zu be­sich­ti­gen, die un­ter dem Ti­tel „Von Rat­ten, Unken, Eu­len, Hun­den – Gra­phi­ken aus drei Jahr­zehn­ten“im Kunst­quar­tier vom Bund Bil­den­der Künst­ler ge­zeigt wur­de.

Gün­ter Grass starb gut ein Jahr spä­ter, am 13. April 2015.

Die Aus­stel­lung „Von Papst bis Pop­star – das Gol­de­ne Buch der Stadt Osnabrück“im Ober­ge­schoss des his­to­ri­schen Rat­hau­ses er­in­nert an be­son­de­re Gäs­te und ih­re Er­leb­nis­se in der Frie­dens­stadt. Sie ist noch bis En­de des Jah­res zu se­hen. Das Au­to­gramm

trägt sich am 12. Ju­li 2002 ins Gol­de­ne Buch ein. Ober­bür­ger­meis­ter Hans-Jür­gen Fip blickt ihm da­bei über die Schul­ter. Fo­to: Archiv/M. Heh­mann

des „Blech­trom­mel“-Au­tors: Gün­ter Grass un­ter­zeich­ne­te im Gol­de­nen Buch mit der für ihn ty­pi­schen stei­len und schwung­vol­len Un­ter­schrift. Fo­to: Stadt Osnabrück

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