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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen -

Joe Co­cker – Mad Dog with Soul, 21.55 Uhr

Von Joa­chim Schmitz

Man mag es kaum glau­ben, aber es ist schon wie­der fast drei Jah­re her, dass Joe Co­cker an Lun­gen­krebs starb und die Mu­sik ei­ne ih­rer mar­kan­tes­ten Stim­men ver­lor. John Eding­tons Do­ku­men­ta­ti­on „Mad Dog with Soul“zeich­net nun ein Le­ben und ei­ne Kar­rie­re wie auf der Ach­ter­bahn nach – ein groß­ar­ti­ger Film mit Fa­cet­ten und Bil­dern, die man so noch nicht ge­se­hen hat.

Sei­ne In­ti­mi­tät be­zieht das Por­trät da­bei we­ni­ger aus et­li­chen Kon­zert­mit­schnit­ten als aus den Zeit­zeu­gen, die ei­nen Co­cker kann­ten, der selbst sei­nen größ­ten Fans ver­bor­gen blieb. So er­in­nert sich sein äl­te­rer Bru­der Vic an den Jun­gen Joe, der von Ray Charles be­ses­sen war, aber erst mal Gas­in­stal­la­teur ler­nen muss­te. Und sei­ne Wit­we Pam, mit der er 38 Jah­re ver­hei­ra­tet war, schil­dert den Trin­ker Co­cker, der nach ih­rem Ul­ti­ma­tum „Der Al­ko­hol oder ich“von ei­nem Tag auf den an­de­ren tro­cken wur­de. Ihr ver­dankt das Film­team auch Bil­der, die den be­gna­de­ten Sän­ger als Hun­de­lieb­ha­ber, Wan­de­rer und Na­tur­bur­schen auf dem ge­mein­sa­men An­we­sen in Co­lo­ra­do zei­gen.

Im Mit­tel­punkt der Do­ku aber ste­hen stets der stei­le Auf­stieg, der furcht­ba­re Fall und das un­glaub­li­che Comeback ei­nes der au­ßer­ge­wöhn­lichs­ten Mu­si­ker der letz­ten Jahr­zehn­te.

Wer­tung:

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