Maß­ge­schnei­der­te Hil­fe für Afri­ka nö­tig

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zur all­ge­mei­nen Flücht­lings­de­bat­te:

„SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz hat die rich­ti­gen Vor­schlä­ge zum The­ma Flucht un­ter­brei­tet. Wir müs­sen den Ärms­ten und zur Flucht ge­zwun­ge­nen Men­schen vor Ort hel­fen. Zu­kunfts­per­spek­ti­ven schaf­fen ist die drän­gends­te Auf­ga­be, und Eu­ro­pa muss hier­bei ge­mein­sam han­deln. Men­schen wer­den wei­ter flie­hen, so­lan­ge sie kei­ne si­che­re Zu­kunft vor Ort ha­ben. Ar­mut, Hun­ger, Will­kür und Ge­walt müs­sen nicht nur in Afri­ka ein En­de ha­ben.

Da­her müs­sen das The­ma Flucht und die da­mit ver­bun­de­ne Fra­ge der Flucht­ur­sa­chen in der po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung ei­ne gro­ße Rol­le spie­len – Aus­sit­zen, Frau Mer­kel, geht nicht. Mar­tin Schulz hat recht: Es braucht ei­ne neue eu­ro­päi­sche Afri­ka-Stra­te­gie um Flucht­ur­sa­chen zu be­sei­ti­gen. In­ves­ti­ti­ons­an­reiz­pro­gram­me der In­dus­trie­staa­ten kön­nen dem zweit­größ­ten Kon­ti­nent der Er­de mit sei­nen 1,2 Mil­li­ar­den Ein­woh­nern in 54 Staa­ten al­lei­ne nicht wirk­sam hel­fen. In die fra­gi­len und kri­sen­ge­schüt­tel­ten Staa­ten Afri­kas wird nie­mand in­ves­tie­ren, aber gera­de dort sind Hun­ger, Ar­mut all­täg­lich und die Per­spek­tiv­lo­sig­keit am größ­ten.

Afri­ka ist viel­fäl­tig und braucht für je­de Re­gi­on maß­ge­schnei­der­te Un­ter­stüt­zung. Die­se muss be­darfs­ori­en­tiert sein so­wie mit den Men­schen vor Ort im Vor­feld ver­ein­bart und mit ih­nen ge­mein­sam um­ge­setzt wer­den. Da­zu ge­hört auch, dass es zu fai­ren Wirt­schafts­part­ner­schafts­ab­kom­men zwi­schen der EU und den Re­gio­nen Afri­kas kom­men muss, die den Men­schen hel­fen und nicht die Eli­ten noch rei­cher ma­chen.“

Olaf Ab­ding­hof­fFeldkem­per Wal­len­horst

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