Vor­stän­de und Auf­sichts­rä­te ver­ant­wort­lich

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Ar­ti­kel „Was bringt der Die­sel-Gip­fel?“(Aus­ga­be vom 1. Au­gust).

„Da ist ir­gend­wie ir­gend­et­was aus dem Ru­der ge­lau­fen. Jah­re­lang wis­sen In­ge­nieu­re, Mit­ar­bei­ter vi­el­leicht auch, Vor­stands­vor­sit­zen­de mög­li­cher­wei­se auch, et­was von zig­fach über­höh­ten Ab­gas­wer­ten. Nie­mand tut et­was, es wer­den höchs­tens fir­men­in­ter­ne War­nun­gen aus­ge­spro­chen, die al­ler­dings kei­ne Be­ach­tung fin­den. Scha­de ei­gent­lich.

Nach ei­ner Aus­sa­ge im ,Brenn­punkt‘ in der ARD vom 28. Ju­li ha­ben in Deutsch­land über 37 000 Men­schen ihr Le­ben durch das Ein­at­men von Schad­stof­fen aus Die­sel­fahr­zeu­gen ver­lo­ren. Wenn es nun so ist, dass sehr vie­le Men­schen da­von wuss­ten, dass die Ab­gas­wer­te der Die­sel­fahr­zeu­ge nicht den Richt­li­ni­en ent­spra­chen, sie die­ses aber nicht öf­fent­lich be­kannt mach­ten, ha­ben sie sehr gro­ße Schuld auf sich ge­la­den.

Al­les für das Un­ter­neh­men, für den Job, für das Ein­kom­men, für den per­sön­li­chen Vor­teil? Wer soll nun ver­ant­wort­lich sein? Der ein­zel­ne Mit­ar­bei­ter, der Chef ei­nes Un­ter­neh­mens, die Po­li­tik? In Fir­men die­ser Grö­ßen­ord­nung sind Vor­stän­de und Auf­sichts­rä­te letzt­end­lich die Ver­ant­wort­li­chen. Sie kas­sie­ren im Ein­zel­fall vie­le Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr für ih­re Un­tä­tig­keit.“

Micha­el Nard­mann Wal­len­horst

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