Ein­tau­chen ins Mit­tel­al­ter

Be­such im „Zen­trum für Ex­pe­ri­men­tel­les Mit­tel­al­ter“in Vech­ta

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Das Mit­tel­al­ter­zen­trum in Vech­ta ge­hört zu den At­trak­tio­nen, auf die die brau­nen Schil­der an der Au­to­bahn hin­wei­sen. Lohnt sich die Ab­fahrt von der A 1?

Von Vin­cent Buß

VECH­TA. Das Ers­te Zen­trum für Ex­pe­ri­men­tel­les Mit­tel­al­ter (ZEM) – so der voll­stän­di­ge Na­me – hat es sich zur Auf­ga­be ge­macht, das mit­tel­al­ter­li­che Le­ben zu er­for­schen. Un­ter­ge­bracht ist es im Mu­se­um im Zeug­haus Vech­ta, das sich auf dem Ge­län­de des Zi­ta­del­len­parks be­fin­det.

Das Herz­stück des Mit­tel­al­ter­zen­trums ist das Ca­strum Vech­ten­se – ein Nach­bau der Burg Vech­ta des elf­ten Jahr­hun­derts. Da­für wur­den drei In­seln er­schaf­fen, auf de­nen die Ge­bäu­de er­rich­tet wer­den. Bis­her ste­hen dort ein Zaun und ein 13 Me­ter ho­her Turm, der zu be­sich­ti­gen ist.

Im Turm kön­nen Be­su­cher das Le­ben auf der Burg ken­nen­ler­nen: den Wohn­raum des Hoch­adels, die Waf­fen der Rit­ter, die Wirt­schafts- und Schlaf­räu­me des Ges­in­des so­wie La­ger­räu­me. Auf ei­ner In­sel be­fin­det sich ein Kräu­ter­gar­ten. Auch das Mu­se­um selbst be­sitzt ei­nen Mit­tel­al­ter-Be­reich, der Ge­schich­te zum An­fas­sen bie­ten soll. Dort kön­nen Be­su­cher zum Bei­spiel Rit­ter­rüs­tun­gen an­zie­hen und Mün­zen prä­gen.

Lei­der fal­len die High­lights des Mit­tel­al­ter­zen­trums nicht in die Som­mer­fe­ri­en. Die Burg­man­nen-Ta­ge mit Hand­wer­ker­markt und Schlach­ten­in­sze­nie­run­gen fin­den erst wie­der im Sep­tem­ber statt, die Mit­tel­al­ter­kur­se im No­vem­ber und der Bar­ba­ra­markt im De­zem­ber. Die mo­men­tan ein­zi­ge tem­po­rä­re Aus­stel­lung des Mu­se­ums be­schäf­tigt sich nicht mit dem Mit­tel­al­ter, son­dern mit dem 17. und 18. Jahr­hun­dert. Wem der re­gu­lä­re Be­such von Mu­se­um und Ca­strum Vech­ten­se reicht, ist aber auch wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en gut be­dient.

Al­le In­fos: Das Mu­se­um ist diens­tags bis sonn­tags von 14 bis 18 Uhr ge­öff­net, das Ca­strum Vech­ten­se nur sams­tags und sonn­tags, je­doch zur glei­chen Zeit. Für bei­des zu­sam­men kos­tet der Ein­tritt für Kin­der ab sie­ben Jah­ren 1,50 Eu­ro und für Er­wach­se­ne vier Eu­ro. Fa­mi­li­en – zwei Er­wach­se­ne und zwei Kin­der – zah­len neun Eu­ro, Kin­der un­ter sie­ben Jah­ren kom­men gra­tis her­ein. Ein­zeln kos­ten so­wohl das Mu­se­um als auch das Ca­strum Vech­ten­se et­wa die Hälf­te. Füh­run­gen wer­den nur für Grup­pen an­ge­bo­ten.

Mit dem Au­to aus Os­na­brück kom­mend, neh­men Be­su­cher auf der A1 die Ab­fahrt 64 (Vech­ta) und fah­ren wei­ter auf der Vech­ta­er Stra­ße.

Die ge­naue Adres­se des Mu­se­ums­ge­län­des lau­tet Zi­ta­del­le 15, 49377 Vech­ta. Die An­rei­se im Zug wird wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en durch Bau­ar­bei­ten ge­trübt. Ab Bram­sche zum Bei­spiel fährt je­doch Schie­nen­er­satz­ver­kehr bis zum Bahn­hof Vech­ta. Von dort ist das Mu­se­um zu Fuß in fünf Mi­nu­ten zu er­rei­chen. Mehr In­for­ma­tio­nen un­ter www.mu­se­um-vech­ta.de.

Fe­ri­en­spaß: Wei­te­re Frei­zeit­tipps fin­den Sie auf un­se­rer The­men­sei­te auf noz.de/fe­ri­en

Das Ca­strum Vech­ten­se ist ein mit­tel­al­ter­li­ches Burg­mo­dell des 11. Jahr­hun­derts. Fo­to: Mu­se­um Vech­ta

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