Po­li­zei fin­det Spreng­stoff bei Durch­su­chung in Mel­le

Ter­ro­ris­ti­scher An­fangs­ver­dacht ge­gen 31-Jäh­ri­gen — Groß an­ge­leg­te Po­li­zei­ak­ti­on mit Spür­hun­den und Kri­mi­nal­tech­ni­kern

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrücker Land - Von Si­mo­ne Gra­we

Be­am­te der Po­li­zei Mel­le, Spreng­stoff­ex­per­ten und Kri­mi­nal­tech­ni­ker ha­ben am Frei­tag die Woh­nung ei­nes 31 Jah­re al­ten Man­nes in Mel­le durch­sucht und ex­plo­si­ve Stof­fe ent­deckt. Es be­stand der Ver­dacht, dass der Mann mit Spreng­stoff han­tiert hat.

Hin­ter­grund der auf­wen­di­gen Durch­su­chung ist ein rich­ter­li­cher Be­schluss. Dem­nach lie­gen der Po­li­zei Hin­wei­se vor, dass der 31Jäh­ri­ge mit Spreng­stoff her­um­tüf­telt, teil­te Po­li­zei­spre­che­rin Mai­ke Ko­car auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on mit. Den Ein­satz hat­te die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft Cel­le in ih­rer Ei­gen­schaft als Zen­tral­stel­le für Ter­ro­ris­mus an­ge­ord­net, nach­dem es ei­nen „An­fangs­ver­dacht auf ei­nen ter­ro­ris­ti­schen Hin­ter­grund“gab, be­stä­tig­te Ober­staats­an­walt Bernd Kolk­mei­er auf Nach­fra­ge.

Dem­nach wur­den in der Woh­nung des 31-Jäh­ri­gen ex­plo­si­ve Stof­fe ge­fun­den, be­rich­te­te Ko­car. Sie wur­den von den Ex­per­ten si­cher­ge­stellt und wer­den nun wei­ter un­ter­sucht. Er­geb­nis­se lie­gen noch nicht vor. Ob sich der 31-Jäh­ri­ge zum Zeit­punkt des Po­li­zei­ein­sat­zes in der Woh­nung be­fand, ver­moch­te die Po­li­zei nicht zu sa­gen: „Es liegt kein Haft­be­fehl vor, der Ver­däch­ti­ge be­fin­det sich auf frei­em Fuß“, äu­ßer­te sich die Po­li­zei­spre­che­rin.

Über die wei­te­ren Hin­ter­grün­de konn­ten we­der die Po­li­zei noch die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft An­ga­ben ma­chen. Tat­sa­che sei je­den­falls, so Ko­car, dass die Woh­nung des Mel­le­ra­ners schon ein­mal durch­sucht wor­den sei. Nach­dem es neu­er­li­che Hin­wei­se ge­ge­ben ha­be, dass er wei­ter­hin mit Spreng­stoff wer­ke­le, sei der Ein­satz am Frei­tag an­ge­ord­net wor­den.

„Ei­nen Hin­ter­grun­de zu der Mo­tiv­la­ge gibt es der­zeit noch nicht“, er­gänz­te Kolk­mei­er. Was der Mann mit sei­ner ge­fähr­li­chen Ak­ti­on be­zweckt ha­be, blei­be ab­zu­war­ten. Ein An­fangs­ver­dacht be­ste­he je­den­falls.

Der Ein­satz hat nach In­for­ma­tio­nen un­se­rer Zei­tung am Frei­tag­mor­gen be­gon­nen und meh­re­re St­un­den ge­dau­ert. Vor Ort wa­ren dem­nach ne­ben Po­li­zei­be­am­ten aus Mel­le auch Spreng­stoff­ex­per­ten, Hun­de­füh­rer und Kri­mi­nal­tech­ni­ker so­wie der Ret­tungs­dienst.

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