PRESSESCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Die Zei­tung kom­men­tiert den Wech­sel von Ney­mar zu Saint-Ger­main:

„Ney­mar soll zwar für den Klub Pa­ris Saint-Ger­main spie­len, der dem Emir von Ka­tar, Scheich Ta­mim bin Ha­mad Al Tha­ni, ge­hört. Doch das ist nur ein Bei­fang. Vor al­lem er­warb das Emi­rat die Mar­ke­ting­rech­te an dem bra­si­lia­ni­schen Welt­star. Ney­mar wird das sym­pa­thi­sche Ge­sicht ei­ner Fuß­ball-WM, die ei­gent­lich ei­ne häss­li­che Frat­ze hat. Be­rich­te von Kor­rup­ti­on bei der Ver­ga­be durch die FIFA und nord­ko­rea­ni­sche Zwangs­ar­bei­ter auf den Sta­di­on-Bau­stel­len ha­ben das Image der WM 2022 ver­beult. Der jun­ge Bra­si­lia­ner soll die­se Schä­den weg­lä­cheln.“

Das Ber­li­ner Blatt schreibt zur Kri­tik am Aus­lands­zen­tral­re­gis­ter:

„Das stärkt ein­mal mehr die Zwei­fel an der deut­schen Aus­län­der­bü­ro­kra­tie. Und das in die­sen Zei­ten, in de­nen die ver­stärk­te Mi­gra­ti­on und Prü­fung von Asyl­be­geh­ren ei­ne ver­läss­li­che Ver­wal­tung als Ba­sis für ei­ne funk­tio­nie­ren­de Aus­län­der­po­li­tik wich­ti­ger denn je wer­den las­sen. [...] Wer dann noch die Ge­schich­te der ‚Aus­län­der‘ -Er­fas­sung in Deutsch­land kennt – 1938 führ­ten die Na­zis ei­ne ‚Aus­län­der­zen­tral­kar­tei‘ ein, 1953 woll­te dann auch die de­mo­kra­ti­sche Bun­des­re­pu­blik ei­ne ‚ver­stärk­te Über­wa­chung der Aus­län­der im Bun­des­ge­biet‘ und er­fand das Aus­län­der­zen­tral­re­gis­ter –, der könn­te fra­gen, ob das Re­gis­ter nicht doch ab­ge­schafft ge­hör­te. Zu­mal es mit sei­ner jet­zi­gen lü­cken­haf­ten Ar­beits­wei­se, wie Frank-Jür­gen Wei­se es nun sag­te, zur ‚ver­zerr­ten De­bat­te über den Um­gang mit Aus­rei­se­pflich­ti­gen‘ bei­trägt. Et­was we­ni­ger fein aus­ge­drückt heißt das: Das AZR be­feu­ert die Flücht­lings­hys­te­rie.“

Die Zei­tung be­tont zur deut­schen Au­to­bran­che:

„Die deut­schen Au­to­bau­er wer­den noch lan­ge Geld ver­die­nen. Aber sie ha­ben die Flam­men­schrift an der Wand igno­riert, weil sie ihr ein­ge­führ­tes und gut funk­tio­nie­ren­des Ge­schäfts­mo­dell schüt­zen woll­ten. Sie setz­ten auf ef­fi­zi­en­te Die­sel­ag­gre­ga­te und un­ter­schätz­ten die Be­deu­tung an­de­rer An­triebs­for­men, ob Elek­tro oder Was­ser­stoff. Sie moch­ten nicht glau­ben, dass nicht nur in Ka­li­for­ni­en, son­dern auch in der Daim­ler-Ka­pi­ta­le Stuttgart der Ge­sund­heits­schutz an ers­ter Stel­le ran­gie­ren könn­te.“

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