Nicht al­les ist ro­sig

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft - Von Bri­git­te Schol­tes ak­tu­el­les@noz.de

Die gro­ßen deut­schen Un­ter­neh­men ste­hen ro­bust da, so viel kann man nach Vor­la­ge der Quar­tals­bi­lan­zen der meis­ten Fir­men schon sa­gen. Sie pro­fi­tie­ren von der sta­bi­len Welt­kon­junk­tur. Das zeigt sich et­wa beim Che­mie­kon­zern BASF, denn die Bran­che gilt im­mer als ei­ne Art Kon­junk­tur­in­di­ka­tor, weil sie die Vor­pro­duk­te für die an­de­ren Bran­chen her­stellt.

Wie gut die Stim­mung der In­dus­trie ist, das hat En­de Ju­li der Ge­schäfts­kli­ma­in­dex des Münch­ner Ifo-In­sti­tuts ge­zeigt. Und so ha­ben auch ei­ni­ge Un­ter­neh­men ih­re Pro­gno­se für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr er­höht. Das zwei­te Halb­jahr dürf­te je­doch in der Dy­na­mik et­was schwä­cher aus­fal­len als die ers­te Jah­res­hälf­te.

Oh­ne­hin ist nicht al­les ro­sig zu se­hen. Da wä­re zum ei­nen der er­star­ken­de Eu­ro – ge­trie­ben von der Schwä­che des Dol­lar. Aber egal, wel­che Ur­sa­che der an­zie­hen­de Eu­ro hat: Er be­las­tet den Ver­kauf der hei­mi­schen Pro­duk­te au­ßer­halb des Eu­ro­raums. Das drückt die Stim­mung, zu­min­dest die an der Bör­se, weil die auf das Ge­schäft in der Zu­kunft blickt.

Sor­gen aber darf man sich um das Trei­ben der Au­to­in­dus­trie ma­chen: Mit Vor­wür­fen der Kar­tell­ab­spra­che und den Ab­gas­ma­ni­pu­la­tio­nen beim Die­sel scha­det sie der deut­schen Volks­wirt­schaft ins­ge­samt. „Ma­de in Ger­ma­ny“hat­te ein­mal ei­nen ex­zel­len­ten Ruf. Den darf ei­ne ein­zel­ne Bran­che nicht aufs Spiel set­zen.

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