… und das ist gut so!

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport - Von Su­san­ne Fet­ter s.fet­ter@noz.de

Sechs­mal in Fol­ge wa­ren die deut­schen Frau­en Eu­ro­pa­meis­ter – nun sind es al­so die Nie­der­lan­de. Dem Frau­en­fuß­ball kann das nur gut­tun. Nicht nur in den Nie­der­lan­den, das sei­ne neu­en Lieb­lin­ge am Sonn­tag aus­gie­big fei­er­te.

Die EM hat ge­zeigt, dass die Leis­tungs­dich­te grö­ßer ge­wor­den ist – und dass die­ser Sport end­lich zu Über­ra­schun­gen fä­hig ist. Die klei­ne­ren Na­tio­nen ha­ben auf­ge­holt, phy­sisch, tech­nisch und tak­tisch.

Das mag man­cher als Sta­gna­ti­on oder gar Rück­schritt emp­fin­den, weil es ge­gen gut or­ga­ni­sier­te Geg­ner schwie­ri­ger ist, at­trak­ti­ven Of­fen­siv­fuß­ball zu zei­gen. Doch es ist ei­ne Ent­wick­lung, die auch der Män­ner­fuß­ball ge­nom­men hat, und ein Auf­trag, Lö­sun­gen zu fin­den, dem sich auch Deutsch­land stel­len

muss. Der An­satz von Bun­des­trai­ne­rin St­ef­fi Jo­nes, das Spiel at­trak­ti­ver gestal­ten zu wol­len, war da­her rich­tig – ob­wohl die Um­set­zung schei­ter­te.

Lei­der. Die Chan­ce, im Nach­bar­land in ei­nem mög­li­chen Fi­na­le ge­gen Gast­ge­ber Nie­der­lan­de Wer­bung für den Frau­en­fuß­ball zu ma­chen, war groß. Denn fast aus­schließ­lich über die Na­tio­nal­mann­schaft be­kommt die­ser Sport hier­zu­lan­de Auf­merk­sam­keit. Span­nend, ob im Land des neu­en Eu­ro­pa­meis­ters die Eu­pho­rie zu­min­dest ein Stück weit in den Li­ga-All­tag ge­ret­tet wer­den kann.

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