„Fi­pro­nil-be­las­te­te Eier sind gif­tig“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen - dpa/df

Die­ser Ta­ge ist in Deutsch­land und den Nach­bar­län­dern viel von Gif­tei­ern zu le­sen, wenn es um die Be­las­tung mit dem In­sek­ti­zid Fi­pro­nil geht. Doch sind die Eier tat­säch­lich gif­tig für Men­schen? So ganz ein­fach lässt sich die Fra­ge nicht be­ant­wor­ten, denn die ge­nau­en Aus­wir­kun­gen des Stof­fes auf Men­schen sind nicht er­forscht. Aus Tier­ex­pe­ri­men­ten ist aber be­kannt, dass Fi­pro­nil das Ner­ven­sys­tem und die Le­ber von Rat­ten ge­schä­digt hat. Wie­der­um auf Ba­sis der Er­geb­nis­se von Tier­ex­pe­ri­men­ten wird ei­ne Do­sis er­mit­telt, die der Mensch bin­nen 24 St­un­den oh­ne ge­sund­heit­li­che Fol­gen auf­neh­men kann: 0,009 Mil­li­gramm Fi­pro­nil pro Ki­lo­gramm Kör­per­ge­wicht. Der bis­lang höchs­te ge­mes­se­ne Wert in „Gif­tei­ern“lag bei 1,2 Mil­li­gramm pro Ki­lo­gramm Ei. Das hie­ße, um­ge­rech­net könn­te ein 65 Ki­lo­gramm schwe­rer Er­wach­se­ner sie­ben die­ser „Gif­tei­er“bin­nen 24 St­un­den es­sen, oh­ne den Grenz­wert zu über­schrei­ten, ein Kind von 16 Ki­lo Kör­per­ge­wicht 1,7 Eier. Erst da­nach be­stün­de die Mög­lich­keit ei­ner Ge­fähr­dung. Wie ge­nau die aus­sieht, ist aber un­klar. Die Ge­fahr, die von den be­las­te­ten Ei­ern aus­geht, ist al­so eher abs­trakt, den­noch ist es rich­tig, dass sie in ge­rin­gen Kon­zen­tra­tio­nen das Gift be­inhal­ten. Da­ge­gen hilft im Üb­ri­gen auch nicht, die Eier zu ko­chen oder zu ver­ba­cken. Der Stoff wird durch Er­hit­zen nicht ab­ge­baut, war­nen Ver­brau­cher­schüt­zer. Trotz der eher abs­trak­ten Ge­fahr ra­ten sie da­zu, die Eier aus be­trof­fe­nen Be­trie­ben weg­zu­wer­fen. Wel­che Be­trie­be be­trof­fen sind, lässt sich am Stem­pel­code er­ken­nen und un­ter www.le­bens­mit­tel­war­nung.de ab­glei­chen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.