Fuchs: Land soll Be­tei­li­gung an VW auf­ge­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest -

dpa DÜS­SEL­DORF. An­ge­sichts der jüngs­ten Vor­wür­fe ge­gen Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) im Zu­sam­men­hang mit dem Ab­gas­skan­dal for­dert der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­chef im Bun­des­tag, Micha­el Fuchs (CDU), dass das Land sei­ne Be­tei­li­gung an Volks­wa­gen auf­gibt. „Der Staat soll­te sich aus dem Au­to­kon­zern her­aus­hal­ten“, sag­te Fuchs der „Rhei­ni­schen Post“. Das Ge­setz schaf­fe ei­ne zu gro­ße Nä­he zwi­schen Staat und Un­ter­neh­men. „Ich ver­ste­he nicht, war­um das Land Nie­der­sach­sen 20 Pro­zent an VW hal­ten muss“, sag­te Fuchs wei­ter. Bay­ern hal­te ja auch kei­ne An­tei­le an BMW und Baden-Würt­tem­berg kei­ne an Daim­ler. „Und bei­de Län­der und Un­ter­neh­men fah­ren si­cher nicht schlech­ter da­mit.“

Weil weist Kri­tik zu­rück

An­lass für Fuchs’ Be­mer­kun­gen sind die Vor­wür­fe ge­gen Weil: Im Ok­to­ber des Jah­res 2015 hat­te er ei­ne Re­gie­rungs­er­klä­rung zur VWAf­fä­re vor­ab an den Au­to­kon­zern ge­ge­ben, um die­se recht­lich prü­fen zu las­sen. Die „Bild am Sonn­tag“be­rich­te­te, die Fir­ma ha­be den Text zu ih­ren Guns­ten ve­rän­dert. Vor al­lem aus Rei­hen der CDU kam da­für Kri­tik. Weil, der we­gen der Lan­des­be­tei­li­gung auch VW-Auf­sichts­rat ist, wies den Vor­wurf ei­ner Ein­fluss­nah­me durch VW zu­rück und er­klär­te, es sei nur um Rechts- und Fak­ten­fra­gen ge­gan­gen.

Seit fast 60 Jah­ren si­chert das so­ge­nann­te VW-Ge­setz dem Land Nie­der­sach­sen ei­nen Son­der­sta­tus bei Volks­wa­gen.

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