Hän­de weg vom De­mons­tra­ti­ons­recht

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zur Be­richt­er­stat­tung über den G-20-Gip­fel am 7. und 8. Ju­li 2017 in Ham­burg und dem Le­ser­brief von Eber­hard Rich­ter „De­mons­tra­ti­ons­recht an­pas­sen“(Aus­ga­be vom 25. Ju­li).

„[...] For­de­run­gen zur An­pas­sung des De­mons­tra­ti­ons­rech­tes an ,tat­säch­li­che Ge­ge­ben­hei­ten‘ an­läss­lich der Ge­walt­ex­zes­se von Ham­burg kön­nen und dür­fen nicht oh­ne Wi­der­spruch blei­ben. [...] De­mons­tran­ten ei­ner­seits und die mit kri­mi­nel­ler Energie Han­deln­den an­de­rer­seits müs­sen un­ter­schie­den wer­den. Bei Letz­te­ren be­darf es ein­fach nur der strik­ten An­wen­dung be­ste­hen­der ge­setz­li­cher Be­stim­mun­gen.

Das grund­sätz­lich ge­schütz­te De­mons­tra­ti­ons­recht ist ein Seis­mo­graf un­se­rer frei­heit­li­chen Grund­ord­nung. Wer hier Hand an­legt, be­gibt sich auf po­li­tisch ge­fähr­li­ches Ter­rain und nagt an ei­ner der Grund­säu­len un­se­rer De­mo­kra­tie.

Auch ich ha­be die­se bei uns in Deutsch­land ge- und er­leb­te De­mo­kra­tie jahr­zehn­te­lang als ei­ne Art Selbst­ver­ständ­lich­keit an­ge­se­hen, muss je­doch nicht zu­letzt auch durch das von mir nie für mög­lich ge­hal­te­ne Er­star­ken rechts­ex­tre­mer Ten­den­zen, so­wohl im eu­ro­päi­schen Aus­land als ins­be­son­de­re auch bei uns durch die Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD), er­ken­nen, dass stän­di­ge Wach­sam­keit und ent­spre­chen­der Ein­satz für die Bei­be­hal­tung die­ser Ge­sell­schafts­form drin­gend ge­bo­ten sind.

In die­sem Sin­ne: Hän­de weg vom De­mons­tra­ti­ons­recht, oder wie schon in der Bi­bel steht: Weh­ret den An­fän­gen!“

Gün­ter Nie­haus Mel­le

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