Gut und rich­tig so

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Ar­ti­kel „Kei­ne Chan­ce für heim­li­che Mor­de“(Aus­ga­be vom 31. Ju­li).

„Seit 1. Au­gust muss in Bre­men jetzt je­de Lei­che von ei­nem zwei­ten spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Lei­chen­schau­arzt be­gut­ach­tet wer­den. Der Ar­ti­kel be­schreibt, dass da­durch un­er­kann­te Tö­tungs­de­lik­te auf­ge­deckt wer­den sol­len. Das ist selbst­ver­ständ­lich gut und rich­tig so. Zu­sätz­lich wer­den durch die­se wich­ti­ge Maß­nah­me aber auch mehr Sui­zi­de und ganz si­cher auch Ver­nach­läs­si­gun­gen bei der Al­ten- und Kran­ken­pfle­ge er­kannt.

Eben­falls wer­den auf die­se Wei­se auch ärzt­li­che Feh­ler zu­ta­ge kom­men. Es gibt eben ge­si­cher­te­re Fest­stel­lun­gen der To­des­ur­sa­che. Ne­ben ei­ner na­tür­li­chen To­des­ur­sa­che sind die un­na­tür­li­che und die un­be­kann­te To­des­ur­sa­che zu un­ter­schei­den.

In bei­den letzt­ge­nann­ten Fäl­len er­mit­teln in der Re­gel die Staats­an­walt­schaft und Kri­mi­nal­po­li­zei die Um­stän­de ei­nes To­des. Und/oder ei­ne Ob­duk­ti­on schafft Klar­heit. Je­der To­te hat das Recht auf ei­ne feh­ler­freie To­des­ur­sa­chen­fest­stel­lung. Der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter kämpft schon sehr lan­ge für die­ses Recht und un­ter­stützt des­halb aus­drück­lich die Ent­schei­dung des Bre­mer Se­nats.

Wir hof­fen sehr, dass sich die nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung eben­falls schnell zu die­sem Schritt ent­schließt [...].“

Ste­phan Schrie­ver, KHK Vor­sit­zen­der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter Di­rek­ti­ons­ver­band Os­na­brück

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