„Im ers­ten Jahr fal­len meist kei­ne Steu­ern an“

Tipps vom Fi­nanz­amt für Azu­bis

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Zum Start des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res gibt der Lei­ter des Fi­nanz­amts Ib­ben­bü­ren, Micha­el Spiel­mann, In­for­ma­tio­nen und Tipps, die für Be­rufs­an­fän­ger wich­tig sein kön­nen.

„Grund­sätz­lich müs­sen auch Aus­zu­bil­den­de Steu­ern zah­len. In der Pra­xis ist es je­doch so, dass ins­be­son­de­re im ers­ten Aus­bil­dungs­jahr meis­tens noch gar kei­ne Steu­ern an­fal­len“, sagt Spiel­mann. Ein le­di­ger Aus­zu­bil­den­der dür­fe der­zeit mo­nat­lich rund 1000 Eu­ro ver­die­nen, be­vor Lohn­steu­er fäl­lig wird. Für Ver­hei­ra­te­te sei­en die Frei­be­trä­ge noch hö­her.

Dem Ar­beit­ge­ber müs­sen die Azu­bis ih­re elf­stel­li­ge steu­er­li­che Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, ihr Ge­burts­da­tum und die In­for­ma­ti­on mit­tei­len, ob es sich um das ers­te oder ein wei­te­res Di­enst­ver­hält­nis han­delt. An­hand die­ser An­ga­ben kann der Ar­beit­ge­ber die Lohn­steu­er­ab­zugs­merk­ma­le, zum Bei­spiel Steu­er­klas­se und Merk­mal für den Kir­chen­steu­er­ab­zug, elek­tro­nisch ab­ru­fen.

Ei­ne Steu­er­er­klä­rung müs­sen Aus­zu­bil­den­de nor­ma­ler­wei­se zwar nicht ab­ge­ben. „Wur­den Steu­ern ein­be­hal­ten, kann es sich für Aus­zu­bil­den­de aber loh­nen, nach Ablauf des Ka­len­der­jah­res ei­ne Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung beim Fi­nanz­amt ein­zu­rei­chen“, Spiel­mann.

Für die El­tern der Azu­bis hat Spiel­mann eben­falls Tipps: Un­ab­hän­gig von der Hö­he der Aus­bil­dungs­ver­gü­tung ha­ben El­tern auch für voll­jäh­ri­ge Kin­der je­den­falls dann wei­ter­hin ei­nen An­spruch auf Kin­der­geld be­zie­hungs­wei­se die Frei­be­trä­ge für Kin­der, so­lan­ge sich das Kind in der ers­ten Be­rufs­aus­bil­dung be­fin­det und das 25. Le­bens­jahr noch nicht voll­endet hat.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.