Vor­schlä­ge für mehr Ver­brau­cher­schutz

Os­na­brü­cker Ju­ris­ten er­stel­len Stu­die für Bun­des­mi­nis­te­ri­um

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Be­trü­ge­ri­sche Ge­schäf­te ge­fähr­den das Ver­trau­en der Bür­ger in den Rechts­staat. Vor die­sem Hin­ter­grund ha­ben Os­na­brü­cker Rechts­wis­sen­schaft­ler im Auf­trag des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums das be­ste­hen­de Ge­setz ge­gen un­se­riö­se Ge­schäfts­prak­ti­ken un­ter­sucht. Das teil­te die Uni­ver­si­tät in ei­ner Pres­se­mel­dung mit. Für die Stu­die hat sich den An­ga­ben zu­fol­ge die Ar­beits­grup­pe der Ju­ris­ten um Im­ke Tu­ma und Pro­fes­sor Hans Schul­te-Nöl­ke un­ter an­de­rem mit E-Mail-, SMS- und Te­le­fon­wer­bung, Ge­winn­spiel­ver­trä­gen so­wie fal­schen Ab­mah­nun­gen be­schäf­tigt. Sie ha­ben da­zu die be­ste­hen­den Ge­set­ze und de­ren Um­set­zung über­prüft. Auch Be­schwer­den von Ver­brau­chern sei­en in die Un­ter­su­chung ein­ge­flos­sen.

Auf Ba­sis ih­rer Er­kennt­nis­se se­hen die Au­to­ren in vie­len Fäl­len Hand­lungs­be­darf. Sie for­mu­lie­ren kon­kre­te Die Os­na­brü­cker Vor­schlä­ge, wie der Ge­setz­ge­ber vor­ge­hen könn­te. „Die bis­he­ri­gen Maß­nah­men wir­ken, aber es bleibt noch viel zu tun“, so Schul­te-Nöl­ke. Es sei wich­tig, un­se­riö­se Prak­ti­ken zu be­kämp­fen, „oh­ne die un­ter­neh­me­ri­sche Frei­heit und Krea­ti­vi­tät ins­be­son­de­re der jun­gen In­ter­net­un­ter­neh­men mit dem Holz­ham­mer zu er­schla­gen. Es hat sich ge­zeigt, dass die Wis­sen­schaft viel zu ei­ner sol­chen evi­denz­ba­sier­ten Po­li­tik bei­tra­gen kann.“

Der auf Ver­brau­cher­schutz spe­zia­li­sier­te Jus­tiz­staats­se­kre­tär Gerd Bil­len ver­sprach, die vor­ge­schla­ge­nen Maß­nah­men zu prü­fen. Die Er­geb­nis­se wol­le er in das Ar­beits­pro­gramm der neu­en Re­gie­rung ein­brin­gen. Die Stu­die ist im In­ter­net auf bvjm.de ab­ruf­bar.

Hans Schul­te-Nöl­ke (rechts) und Im­ke Tu­ma (3. von links) mit den Ver­fas­sern der Stu­die. Fo­to: Uni Os­na­brück

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