PRES­SE­SCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Das Blatt schreibt zur La­ge der Grü­nen: „Die Grü­nen sind, wie al­le Pro­test­par­tei­en, ein­mal mit dem An­spruch an­ge­tre­ten, ein ganz an­de­res Ver­hält­nis zur Macht, zur Politik, zur Par­tei­en­de­mo­kra­tie zu ha­ben als die al­ten Par­tei­en. Es be­durf­te nicht ei­ner vor­ge­zo­ge­nen Wahl in Nie­der­sach­sen, um zu er­ken­nen, dass sie nicht nur ,da­zu­ge­lernt‘ ha­ben, son­dern ge­ra­de­zu Vir­tuo­sen der Macht­spie­le sind, die sie einst zu ver­ach­ten vor­ga­ben. Schon die Macht zu ver­lie­ren hal­ten sie of­fen­bar für il­le­gi­tim, erst recht, wenn der Ver­lust auf ei­nen Par­tei­aus­tritt ei­ner ih­rer Ab­ge­ord­ne­ten zu­rück­geht. Da­bei be­ruht der Vor­gang auf so gro­ßer Frei­heit wie die Ent­schei­dung der Par­tei, die­se Ab­ge­ord­ne­te bei der nächs­ten Wahl nicht mehr in den Land­tag kom­men zu las­sen.“ Die Zei­tung kommentiert die De­bat­te um den Eh­ren­sold und den Ne­ben­job von Ex-Prä­si­dent Wul­ff: „Der Eh­ren­sold mit­samt Bü­ro und Di­enst­wa­gen dient da­zu, dass sich ein frü­he­rer Bun­des­prä­si­dent von jeg­li­chen Ab­hän­gig­kei­ten frei ma­chen kann, um sei­ne Er­fah­run­gen auf der staats­po­li­ti­schen Ebe­ne ein­zu­brin­gen. Bei­spiels­wei­se könn­te Wul­ff, der den Is­lam einst als Teil Deutsch­lands be­zeich­net hat, sei­ne guten Be­zie­hun­gen in die Tür­kei da­zu nut­zen, dass der Riss zwi­schen bei­den Na­tio­nen nicht im­mer grö­ßer wird. Der Pro­ku­ris­ten­job für ei­ne ex­pan­die­ren­de Mo­de­mar­ke aus Istan­bul dient die­sem Ziel nicht.“ Das Blatt be­leuch­tet die ver­fah­re­ne Si­tua­ti­on im Um­gang mit Nord­ko­rea: „Was nun? We­der die USA noch an­de­re Mäch­te oder die Uno ha­ben ei­ne Vor­stel­lung da­von, wel­che Fol­gen es ha­ben wür­de, soll­te Nord­ko­rea nicht ein­len­ken. Das heißt kei­ne Vor­stel­lung au­ßer der ei­nen, die sich eben nie­mand vor­stel­len will: näm­lich ein Mi­li­tär­schlag der USA. Al­lein der Ge­dan­ke an ei­ne be­waff­ne­te Aus­ein­an­der­set­zung auf der Halb­in­sel, die sich zu ei­nem Nu­kle­arkrieg aus­wei­ten kann, ist so ent­setz­lich, dass sich of­fen­bar je­de Pla­nung ver­bie­tet. Auch die in Be­zug auf die Be­hand­lung von Flücht­lings­strö­men oder die Ver­sor­gung von Mil­lio­nen Ob­dach­lo­ser und Hun­gern­der.“

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