UN-Son­der­ge­sand­ter in Li­by­en lobt ita­lie­ni­sche Un­ter­stüt­zung

Sa­l­a­mé: Hil­fe für Küs­ten­wa­che ist rich­ti­ger Weg in der Mi­gra­ti­ons­kri­se – Ret­tungs­schiff an­geb­lich an­ge­grif­fen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Der UN-Son­der­ge­sand­te in Li­by­en be­wer­tet die um­strit­te­ne Un­ter­stüt­zung der Küs­ten­wa­che des Bür­ger­kriegs­lan­des durch Ita­li­en po­si­tiv. Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Li­by­en und Ita­li­en sei der „rich­ti­ge Weg“, um den Her­aus­for­de­run­gen der Mi­gra­ti­ons­kri­se zu be­geg­nen, sag­te Ghas­san Sa­l­a­mé laut ita­lie­ni­schen Nach­rich­ten­agen­tu­ren in Rom.

Seit ver­gan­ge­ner Wo­che un­ter­stützt Ita­li­en die Ein­sät­ze der li­by­schen Küs­ten­wa­che mit Schif­fen auch in den Ho­heits­ge­wäs­sern. Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge sol­len die Ita­lie­ner auch da­bei hel­fen, Boo­te mit Mi­gran­ten aus­fin­dig zu ma­chen, da­mit die Küs­ten­wa­che sie in­ner­halb der li­by­schen Ge­wäs­ser ret­ten und in das Bür­ger­kriegs­land zu­rück­brin­gen kann.

Men­schen­recht­ler be­fürch­ten, dass Mi­gran­ten in La­ger ge­bracht wer­den, wo sie un­ter men­schen­un­wür­di­gen Be­din­gun­gen le­ben müs­sen und Ge­walt aus­ge­setzt sind.

Der­weil teil­te die spa­ni­sche Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Proac­tiva Open Arms“ges­tern mit, dass ei­nes ih­rer Ret­tungs­schif­fe in in­ter­na­tio­na­len Ge­wäs­sern von der li­by­schen Küs­ten­wa­che at­ta­ckiert wor­den sei. Ein Spre­cher der Or­ga­ni­sa­ti­on sag­te am Di­ens­tag, der Vor­fall ha­be sich ex­akt 12,8 See­mei­len vor der Küs­te er­eig­net – al­so au­ßer­halb der Zwölf-Mei­len­Zo­ne. Die Be­sat­zung des li­by­schen Mo­tor­boots ha­be Warn­schüs­se in Rich­tung der „Open Arms“ab­ge­ge­ben und ge­droht, künf­tig oh­ne Vor­war­nung zu schie­ßen, falls das Schiff in na­tio­na­le Ho­heits­ge­wäs­ser ein­drin­ge.

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