„Krim wird rus­si­fi­ziert“

Ak­ti­vis­ten üben Kri­tik an Mos­kau

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Die Anne­xi­on der Krim­halb­in­sel durch Russ­land im März 2014 hat die Si­tua­ti­on der Krim­ta­ta­ren nach Ex­per­ten­mei­nung dras­tisch ver­schlech­tert. Russ­land neh­me sei­ne Politik der Rus­si­fi­zie­rung der Krim wie­der auf, die auch schon un­ter Sta­lin be­trie­ben wur­de, sag­te Ul­rich De­li­us, Ge­schäfts­füh­rer der Gesellschaft für be­droh­te Völ­ker. Rund 280000 Krim­ta­ta­ren le­ben Schät­zun­gen zu­fol­ge auf der Krim, die ins­ge­samt et­wa 2,5 Mil­lio­nen Ein­woh­ner zählt. Die Krim­ta­ta­ren ha­ben ei­ne ei­ge­ne Spra­che und Kul­tur und sind zu­meist Mus­li­me.

Et­wa 60 000 Men­schen ha­ben of­fen­bar seit der rus­si­schen Be­set­zung 2014 die Halb­in­sel ver­las­sen, die Hälf­te da­von Krim­ta­ta­ren, wie De­li­us er­läu­ter­te. „Die rus­si­schen Macht­ha­ber schaf­fen ei­nen ste­ti­gen Zu­stand der Ve­r­un­si­che­rung“, be­klag­te er. Krim­ta­ta­ren wür­den will­kür­lich ver­haf­tet und ih­re Häu­ser durch­sucht.

Russ­land ha­be die Anne­xi­on der Krim zwar mit Min­der­hei­ten­rech­ten be­grün­det, ver­let­ze die­se nun aber selbst ex­trem.

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