Fall VW: Lin­ken-Chef rügt CDU, FDP und Re­gie­rung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Nordwest - Von Bea­te Ten­fel­de

BER­LIN. Lin­ken-Chef Bernd Ri­ex­in­ger hat CDU und FDP in Nie­der­sach­sen vor­ge­wor­fen, in der VW-Af­fä­re „ge­nau­so un­glaub­wür­dig“zu agie­ren wie die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung. „Dass auch die Op­po­si­ti­on von den ma­ni­pu­lier­ten Re­gie­rungs­er­klä­run­gen via Wirt­schafts­aus­schuss ge­wusst hat, aber erst mal Ze­ter und Mor­dio schreit, kom­plet­tiert die Tra­gö­die in Nie­der­sach­sen“, sag­te Ri­ex­in­ger am Di­ens­tag in Ber­lin.

Nach dem Mot­to „Nichts se­hen, nichts hö­ren, nichts sa­gen“täu­sche spe­zi­ell die FDP Un­wis­sen­heit vor, um sich der Ver­ant­wor­tung zu ent­zie­hen. Für die von Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) ge­führ­te Lan­des­re­gie­rung gel­te, wer Politik und Wirt­schafts­in­ter­es­sen der­art mit­ein­an­der ver­qui­cke wie im Fall VW, kön­ne „kei­ne trans­pa­ren­te, ehr­li­che Politik ma­chen“, die das Wohl der Bernd Ri­ex­in­ger

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Land wie im Bund im Au­ge ha­be, sag­te Ri­ex­in­ger.

Weil hat­te im Ok­to­ber 2015 ei­ne Re­gie­rungs­er­klä­rung zur VW-Af­fä­re vor­ab an den Au­to­kon­zern ge­ge­ben, um die­se prü­fen zu las­sen. Die „Bild am Sonn­tag“be­rich­te­te, die Fir­ma ha­be den Text zu ih­ren Guns­ten ver­än­dert. Weil, der auch VW-Auf­sichts­rat ist, wies den Vor­wurf ei­ner Ein­fluss­nah­me durch VW zu­rück und er­klär­te, es sei bei der Ab­stim­mung le­dig­lich um Rechts- und Fak­ten­fra­gen ge­gan­gen. Die Staats­kanz­lei ver­öf­fent­lich­te am Sonn­tag ei­nen Ver­gleich des Re­de­ent­wurfs und der ge­hal­te­nen Rede.

Fo­to: dpa

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