Schäu­men­de Wut

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Ar­ti­kel „Nie­der­sach­sen steht vor Neu­wah­len“und dem Kom­men­tar von Ralf Gei­sen­hans­lü­ke „Ego­is­tisch und fa­tal“(Aus­ga­be vom 5. August).

„Der Kom­men­tar vom Chef­re­dak­teur Ralf Gei­sen­hans­lü­ke greift zu kurz. Si­cher­lich kön­nen die Grün­de für den Aus­tritt von Frau El­ke Twes­ten aus der Frak­ti­on der Grü­nen dis­ku­tiert wer­den, sie aber von ei­nem ,neu­tra­len‘ Jour­na­lis­ten mit un­an­stän­dig, ego­is­tisch und tritt de­mo­kra­ti­sches Ver­ständ­nis mit Fü­ßen zu be­le­gen, hal­te ich für zu hoch ge­hängt und fa­tal.

Ich ken­ne Frau Twes­ten nicht, den­ke aber, dass sie schon 2013 ei­ne schwarz/grün/gel­be Ko­ali­ti­on, mit dann deut­li­cher Mehr­heit im Land­tag, fa­vo­ri­siert hat. Was je­doch von Rot/Grün nicht ver­ges­sen wer­den darf: Sie hat durch ihr Blei­ben im Land­tag über­haupt erst die Re­gie­rung Weil er­mög­licht! Die gan­zen Af­fä­ren die­ser Re­gie­rung, an­ge­fan­gen von Pa­sche­dags Di­enst­wa­gen über die Voll­ver­schleie­rung der Bel­mer Schü­le­rin mit der Un­wis­sen­heit der Kul­tus­mi­nis­te­rin Hei­li­gen­stadt bis zu den un­säg­li­chen Ver­ga­be­feh­lern der Staats­kanz­lei, rei­chen wahr­schein­lich bei kri­ti­schen Par­la­men­ta­ri­ern zu ei­nem Über­den­ken der Ge­wis­sens­ent­schei­dung.

Die schäu­men­de Wut über die­sen Schritt vom SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tär Hu­ber­tus Heil und vor al­lem die va­gen Ver­mu­tun­gen ha­ben Tra­di­ti­on und wur­den schon ge­gen den ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Chris­ti­an Wul­ff ein­ge­setzt. Be­zeich­nend auch: Von den zehn re­gio­na­len Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten be­schul­digt Frank Hen­ning als ein­zi­ger die CDU des Be­trugs an den Wäh­lern.“

Hel­mut Riecken Os­na­brück

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