Po­li­zei ver­stärkt ih­re Prä­senz

Prä­ven­ti­ons­teams sol­len da­zu bei­tra­gen, dass Ein­bre­cher ab­ge­schreckt wer­den

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Die Po­li­zei im Kreis Steinfurt ver­stärkt ih­re An­stren­gun­gen, Ein­bre­chern ei­nen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Ab so­fort sind in der ge­sam­ten Re­gi­on so­ge­nann­te Prä­ven­ti­ons­teams im Ein­satz. Auch in Lot­te wer­den die Be­am­ten dem­nächst un­ter­wegs sein. Sie sol­len Ein­bruchsop­fer noch in­ten­si­ver als bis­her be­treu­en und da­zu bei­tra­gen, dass Straf­tä­ter ab­ge­schreckt wer­den.

Ein Ein­bruch in die ei­ge­nen vier Wän­de be­deu­tet für je­den Be­trof­fe­nen ei­nen Schock. Die Pri­vat­sphä­re wird ver­letzt. Das Si­cher­heits­ge­fühl geht ver­lo­ren. Meist wie­gen die psy­chi­schen Fol­gen schwe­rer als der rein ma­te­ri­el­le Scha­den, er­klärt Frank Ficht­ner, Lei­ten­der Po­li­zei­di­rek­tor im Kreis Steinfurt, war­um Ein­bruch­dieb­stäh­le von der Be­völ­ke­rung als be­son­ders be­droh­lich wahr­ge­nom­men wer­den, ob­wohl die nüch­ter­ne Sta­tis­tik rück­läu­fi­ge Fall­zah­len aus­weist.

So will die Po­li­zei jetzt ih­re Prä­senz auf den Stra­ßen er­hö­hen. Wie Ficht­ner in ei­nem Pres­se­ge­spräch in Rhei­ne mit Hei­ke Pie­pel, Lei­te­rin des Kom­mis­sa­ri­ats Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on/Op­fer­schutz, und ih­ren Kol­le­gen Bert­hold Höm­me, Hart­mut Lich­ten­stein und Karl­heinz Wes­sels er­läu­ter­te, knüpft das Kon­zept an die Kam­pa­gne „Rie­gel vor! Si­cher ist si­che­rer!“des Lan­des­kri­mi­nal­am­tes an. Vor­ge­se­hen ist, Teams ( je­weils ein orts­kun­di­ger Be­zirks­und ein Kri­mi­nal­be­am­ter des Kom­mis­sa­ri­ats Prä­ven­ti­on/Op­fer­schutz) dort ein­zu­set­zen, wo es wie­der­holt zu Ein­brü­chen ge­kom­men ist oder wo die Ge­fahr groß ist, dass Ein­bre­cher dort ein­stei­gen könn­ten.

Die Teams in den Brenn­punkt­be­rei­chen sol­len an ei­nem Tag in der Wo­che (durch­aus auch am Wo­che­n­en­de oder abends) Kon­takt zu den Op­fern so­wie zur Nach­bar­schaft auf­neh­men und dar­über auf­klä­ren, was man un­ter­neh­men kann, sein Hab und Gut bei­spiels­wei­se Ein­bre­cher hin­ter­las­sen heu­te im­mer we­ni­ger Spu­ren, um ih­nen auf die Sch­li­che zu kom­men. „Prä­ven­ti­ons­teams“der Kreis­po­li­zei sol­len jetzt da­zu bei­tra­gen, die Zahl der Straf­ta­ten zu ver­rin­gern.

durch tech­ni­sche Sys­te­me zu si­chern.

Wich­tig ist der Po­li­zei auch, die Be­völ­ke­rung da­für zu sen­si­bi­li­sie­ren, Ver­ant­wor­tung für ihr Um­feld zu un­ter­neh­men. „Au­gen auf­hal­ten

und Ver­däch­ti­ges un­be­dingt der Po­li­zei mel­den“, ap­pel­liert Hei­ke Pie­pel an die Men­schen, sich ge­gen­sei­tig zu un­ter­stüt­zen. Es sei schon ein Teil­er­folg, wenn Tä­ter ih­ren Ver­such ab­bre­chen müs­sen, weil sie ge­stört wer­den oder Tü­ren und Fens­ter so gut ge­si­chert sind, dass sie den Ein­bruch­werk­zeu­gen stand­hal­ten, ver­weist Ficht­ner in die­sem Zu­sam­men­hang dar­auf, dass die Po­li­zei be­reits ver­mehrt An­zei­gen von ge­schei­ter­ten Ein­bruchs­ver­su­chen auf­ge­nom­men hat.

An­de­rer­seits wer­de es im­mer schwe­rer, den Tä­tern auf die Spur zu kom­men. Sie wür­den im­mer pro­fes­sio­nel­ler vor­ge­hen, sei­en im­mer bes­ser or­ga­ni­siert und wür­den im­mer we­ni­ger Spu­ren hin­ter­las­sen, was die Straf­ver­fol­gung im­mer schwe­rer ma­che. In Rhei­ne wer­den die (uni­for­mier­ten) Be­am­ten zum ers­ten Mal ih­re Ar­beit in den Prä­ven­ti­ons­teams auf­neh­men. Wei­te­re Ein­sät­ze in den 24 Städ­ten und Ge­mein­den im Kreis Steinfurt fol­gen. „Wir sind ge­spannt, wie die Re­ak­tio­nen der Be­völ­ke­rung aus­fal­len“, sag­ten Ficht­ner und sei­ne Mann­schaft zu, dass sie über Er­geb­nis­se und Er­fol­ge be­rich­ten wer­den.

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