Über­fall in Uef­feln auf­ge­klärt

Zwei Män­ner fest­ge­nom­men

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Im­po­san­te An­la­ge: Der 1760 er­bau­te Art­län­der Hof Wehl­burg hat 1972 im Mu­se­ums­dorf Clop­pen­burg ei­ne neue Hei­mat ge­fun­den.

Ent­täuscht und ver­är­gert ha­ben am Haupt­sitz in Bram­sche Ver­tre­ter von Be­triebs­rat so­wie Ge­werk­schaft auf die jüngs­ten An­kün­di­gun­gen des neu­en Mehr­heits­ge­sell­schaf­ters re­agiert, bei der in drei Län­dern agie­ren­den San­ders.eu Gm­bH Kün­di­gun­gen aus­spre­chen zu wol­len.

Die Ide­en des neu­en Ei­gen­tü­mers – der ös­ter­rei­chi­schen Gros­so Hol­ding – noch­mals aus der Ta­ges­zei­tung zu er­fah­ren, ha­be ihn „schon sehr ir­ri­tiert“, so der IG-Me­tall-Be­voll­mäch­tig­te, Ste­phan Sold­an­ski: „Die­se Vor­ge­hens­wei­se ist aus Sicht der Ge­werk­schaft aben­teu­er­lich.“So­ge­nann­te Re­struk­tu­rie­rungs­maß­nah­men wür­den „ei­gent­lich vor der Über­nah­me und im Zu­ge des Er­wer­ber­pro­zes­ses ge­re­gelt – und nicht da­nach“, füg­te Sold­an­ski kri­tisch hin­zu.

Der neue Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter bei San­ders.eu, Er­hard F. Gross­nigg, hat­te zu­letzt die Be­leg­schaft und die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter mit ei­ni­gen sei­ner Aus­sa­gen auf­ge­schreckt und ver­un­si­chert. „Aus sechs Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten wer­den wir drei ma­chen“, hat­te der Fi­nanz­in­ves­tor aus Wi­en in ei­nem Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on an­ge­kün­digt. Da­mit wer­de bei der San­ders.eu Gm­bH (ak­tu­ell 750 Ar­beits­plät­ze in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Ukrai­ne) ein nicht nä­her be­zif­fer­ter Stel­len­ab­bau ein­her­ge­hen.

Mas­si­ve Kri­tik hat­te Gross­nigg auch an der Ge­schäfts­füh­rung

Die Bram­scher Po­li­zei hat ei­nen Über­fall auf ein Le­bens­mit­tel­ge­schäft im Orts­teil Uef­feln auf­ge­klärt. Zwei 23 und 34 Jah­re al­te Män­ner aus Neu­en­kir­chen bei Bram­sche wur­den fest­ge­nom­men.

Die bei­den Tat­ver­däch­ti­gen such­ten am 24. Ju­li ge­gen 9.40 Uhr den Le­bens­mit­tel­markt in der Voß­stra­ße in Uef­feln auf, be­droh­ten die An­ge­stell­ten mit ei­ner Waf­fe und ent­wen­de­ten die Kasse mit ei­nem ge­rin­gen Bar­geld­be­trag. Ei­ner 76-jäh­ri­gen An­ge­stell­ten ge­lang es, die Tä­ter zu ver­fol­gen. Durch sie und und der Be­leg­schaft in Bram­sche glei­cher­ma­ßen ge­übt: „Das Un­ter­neh­men ist aus der In­sol­venz ge­kom­men, aber es hat sich da­nach nichts ver­än­dert.“In den kom­men­den Wo­chen wol­le er des­halb sehr re­gel­mä­ßig am San­ders-Stand­ort in der Tuch­ma­cher­stadt sein, kün­dig­te Gross­nigg öf­fent­lich an, „um die Ge­schäfts­füh­rung an die Hand zu neh­men“.

Wel­ches Ge­sprächs­kli­ma in den kom­men­den Wo­chen zwi­schen Be­triebs­rat und Ge­werk­schaft auf der ei­nen Sei­te so­wie Er­hard F. Gross­nigg auf der an­de­ren Sei­te herr­schen wird, bleibt ab­zu­war­ten. Der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Hel­fried Jung­hans er­klär­te auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on, dass die mehr als 120 Be­schäf­tig­ten am Stand­ort wei­te­re auf­merk­sa­me Zeu­gen wur­de die Po­li­zei in ih­rer dann fol­gen­den Er­mitt­lungs­ar­beit un­ter­stützt. So hat­ten die Be­am­ten ei­ne Tä­ter­be­schrei­bung und ei­nen Hin­weis auf ei­nen wei­ßen Ford Fies­ta, der sich spä­ter als Tat­fahr­zeug ent­pupp­te.

Die Bram­scher Po­li­zis­ten durch­such­ten mit Un­ter­stüt­zung ih­rer Kol­le­gen aus Ber­sen­brück ei­ne Woh­nung in Neu­en­kir­chen b. Bram­sche und wur­den fün­dig. Ne­ben dem Tat­fahr­zeug wur­de auch die Tat­waf­fe, ei­ne echt aus­se­hen­de Pistole, auf­ge­fun­den. Und noch ein Er­folg für die von 9 bis 16.30 Uhr ge­öff­net. Er­wach­se­ne zah­len 7,50 Eu­ro Ein­tritt, er­mä­ßigt 4 Eu­ro, Kin­der und Ju­gend­li­che bis 16 Jah­re 2,50 Eu­ro. Die Fa­mi­li­en­ta­ges­kar­te kos­tet 16 Eu­ro. Mehr auf www.mu­se­ums­dorf.de, Te­le­fon 0 44 71/94 84-0. Das Back­haus ist bis zum 15. Ok­to­ber täg­lich von 10 bis 18 Uhr ge­öff­net. In der Schmie­de gibt es an aus­ge­wähl­ten Sams­ta­gen und Sonn­ta­gen zwi­schen 12 und 17 Uhr Vor­füh­run­gen (zum Bei­spiel wie­der am 26. und 27. August).

Fe­ri­en­spaß: Wei­te­re Frei­zeit­tipps fin­den Sie auf un­se­rer The­men­sei­te auf noz.de/fe­ri­en Bram­sche „erst ein­mal ge­schockt“ge­we­sen sei­en, als sie die Gross­nigg-Äu­ße­run­gen ge­le­sen hät­ten.

Jung­hans ver­wies dar­auf, dass die ge­sam­te Be­leg­schaft der frü­he­ren Gebr. San­ders Gm­bH „seit dem Jahr 2004 auf zu­sam­men 3,2 Mil­lio­nen Eu­ro, die ihr ei­gent­lich an ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen zu­ge­stan­den hät­te, ver­zich­tet“ha­be. Das sei ein ge­wal­ti­ger Be­trag. Für die Gross­nig­gK­ri­tik ha­be er folg­lich kein Ver­ständ­nis, ließ Jung­hans un­miss­ver­ständ­lich er­ken­nen. Der Aus­gang des Streits bleibt un­ter­des­sen of­fen.

Wei­te­re ak­tu­el­le Nach­rich­ten aus der hei­mi­schen Wirtschaft le­sen Sie im In­ter­net auf noz.de/bram­sche Be­am­ten: Auch ei­ne klei­ne In­door-Ha­schisch­plan­ta­ge konn­te in der Woh­nung aus­ge­macht wer­den.

Ge­gen die Be­woh­ner wird nun nicht nur we­gen des Raub­über­falls, son­dern auch we­gen des Dro­gen­an­baus er­mit­telt. Bei den Tat­ver­däch­ti­gen han­delt es sich um 23 und 34 Jah­re al­te Män­ner aus Neu­en­kir­chen b. Bram­sche. Sie wur­den am Di­ens­tag ei­nem Haft­rich­ter vor­ge­führt. Da ge­gen sie vom Amts­ge­richt Ber­sen­brück Haft­be­feh­le er­las­sen wur­den, be­fin­den sie sich nun in der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.