Nied­ri­ge Kos­ten ver­bes­sern die Ren­di­te

Pro­fit­brem­sen ver­mei­den: Op­ti­ma­les Fonds­spa­ren für An­le­ger

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gut Zu Wissen - Von Max Geiß­ler Fi­nan­zi­el­le Si­cher­heit trotz Teil­zeit.

Wer ei­nen Geld­be­trag un­be­fris­tet an­le­gen will, der kommt um Fonds kaum her­um. In­vest­ment­fonds sind kos­ten­güns­tig und ren­di­te­stark. Wer vor fünf Jah­ren bei­spiels­wei­se in ei­nen Fonds mit deut­schen Dax-Ak­ti­en in­ves­tier­te, der er­ziel­te laut Fonds­ver­band BVI im Schnitt 14,4 Pro­zent Wert­zu­wachs pro Jahr. Aus 50000 Eu­ro wur­den so bis heu­te knapp 98 000 Eu­ro.

Aus­ga­be­auf­schlag: Ne­ben der Wert­ent­wick­lung be­ein­flus­sen die Kos­ten das An­la­ge­er­geb­nis. Bei her­kömm­li­chen Ak­ti­en­fonds fällt vor al­lem der Aus­ga­be­auf­schlag von zu­meist fünf Pro­zent ins Ge­wicht. Bei ei­nem An­la­ge­be­trag von 50000 Eu­ro ent­spricht dies 2500 Eu­ro. Da in die­sem Fall nur 47 500 Eu­ro an­ge­legt wer­den, fällt der Ge­winn nach fünf Jah­ren um fast 5000 Eu­ro ge­rin­ger aus.

Ra­batt­kauf: Da­mit das nicht pas­siert, soll­ten An­le­ger Fonds mit re­du­zier­tem Aus­ga­be­auf­schlag be­vor­zu­gen. Ho­he Kauf­ra­bat­te bie­ten vor al­lem Di­rekt­ban­ken, die oh­ne ein gro­ßes Fi­li­al­netz aus­kom­men. Die ING-Diba of­fe­riert zum Bei­spiel ak­tu­ell mehr als 550 Fonds zum Null­ta­rif, wei­te­re 800 Fonds kos­ten nur 1,0 Pro­zent Aus­ga­be­auf­schlag. Auch die DKB ver­zich­tet auf Aus­ga­be­auf­schlä­ge. „Der Kun­de zahlt bei Kauf oder Ver­kauf über die Fonds­ge­sell­schaft ei­ne Pau­scha­le von 25 Eu­ro – un­ab­hän­gig vom Or­der­vo­lu­men“, in­for­miert Pres­se­spre­che­rin Da­na Wach­holz. Auch Spar­kas­sen­kun­den pro­fi­tie­ren im Di­rek­tBro­ker­a­ge: Bei der In­ter­net­toch­ter S-Bro­ker fin­den sie 30 so­ge­nann­te Fondsster­ne oh­ne Aus­ga­be­auf­schlag.

In­dex­fonds: Niels Nau­hau­ser von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Ba­den-Würt­tem­berg sieht Aus­ga­be­auf­schlä­ge beim Fonds­kauf grund­sätz­lich kri­tisch: „Ver­kaufs­ge­büh­ren soll­te man ver­mei­den.“Der Fi­nanz­ex­per­te emp­fiehlt statt ak­tiv von Fonds­ma­na­gern ge­ma­nag­ter In­vest­ment­fonds kos­ten­güns­ti­ge In­dex­fonds. Die so­ge­nann­ten ETFs wer­den von Com­pu­tern ge­steu­ert und bil­den ei­nen be­stimm­ten Ak­ti­en­oder Ren­ten­in­dex eins zu eins nach. Vor­teil für An­le­ger: Ho­he Trans­pa­renz, schnel­le Han­del­bar­keit und ge­rin­ge Ge­büh­ren. Da ETFs über die Bör­se ge­kauft wer­den, ent­fällt der Aus­ga­be­auf­schlag. Ban­ken und Spar­kas­sen be­rech­nen je nach Auf­trags­vo­lu­men ge­rin­ge Or­der­ge­büh­ren. Ge­nau nach­fra­gen soll­te man bei Fi­li­al­ban­ken, denn hier kann die Or­der bis zu ei­nem Pro­zent pro Auf­trag kos­ten.

De­pot­kos­ten: Ei­ne wei­te­re Ren­di­te­brem­se sind De­pot­ge­büh­ren. Man­che Fi­li­al­bank be­rech­net jähr­lich bis zu 1,0 Pro­zent des De­pot­werts. Bei 50 000 Eu­ro fal­len dem­nach 500 Eu­ro Kos­ten an. An­le­ger ver­lie­ren so je­des Jahr ein Pro­zent ih­res Gut­ha­bens. Ver­zich­tet die Bank da­ge­gen dar­auf, liegt die Net­to­ren­di­te des De­pots qua­si au­to­ma­tisch ei­nen Pro­zent­punkt hö­her. Ge­ne­rell ge­büh­ren­frei sind die De­pots bei­spiels­wei­se bei Con­sors­bank, der Deutsche-Bank-Toch­ter Max Blue so­wie bei Markt­füh­rer ING-Diba. Mit Ein­schrän­kun­gen er­mög­li­chen dies auch 1822 di­rekt, S-Bro­ker und Volks­wa­gen Bank.

Nächs­te Wo­che: Ei­ne Lang­ver­si­on des Ar­ti­kels fin­den Sie auf noz.de/fi­nanz­tipp

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.