Ver­stö­rend

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Medien / Fernsehen -

Die Lei­che der An­na Fritz, 22.25 Uhr

Von Frank Jür­gens

Jung, hübsch und wahn­sin­nig berühmt – Schau­spie­le­rin An­na Fritz (Al­ba Ri­bas) ist ein in­ter­na­tio­nal ge­fei­er­ter Star. Jetzt hat man sie tot in ih­rem Ba­de­zim­mer auf­ge­fun­den. Um Fans und Pa­pa­raz­zi fern­zu­hal­ten, wird das Kran­ken­haus mit der Lei­chen­hal­le, in der sie liegt, ge­heim ge­hal­ten. Kran­ken­pfle­ger Pau (Al­bert Car­bó) lässt es sich je­doch nicht neh­men, mit der hüb­schen To­ten vor zwei Freun­den zu prah­len. Vor al­lem Ivan (Cris­ti­an Va­len­cia) sta­chelt das Trio zu ei­ner voll­kom­men un­denk­ba­ren Schand­tat an, die jen­seits sämt­li­cher mo­ra­li­scher Wer­te und Nor­men liegt. Dann schlägt die ver­meint­lich To­te ih­re Au­gen auf.

Die­ser spa­ni­sche Film ist nichts für Leu­te mit schwa­chen Ner­ven. „Die Lei­che der An­na Fritz“bie­tet nicht nur ei­ni­ge sehr ver­stö­ren­de Bil­der, son­dern sorgt in ei­ner ge­konnt in­sze­nier­ten Se­quenz auch für ir­ri­tie­ren­des Kopf­ki­no, das sich nur schwer wie­der lö­schen lässt. Wer das The­ma Ne­kro­phi­lie nicht scheut, auf den war­tet ein ex­trem wir­kungs­vol­les und pa­ckend in­sze­nier­tes Lei­chen­kam­mer­spiel. Der Über­le­bens­kampf der ver­meint­lich To­ten und die Fra­ge nach den Kon­se­quen­zen un­glaub­li­cher Schuld ern­te­te auf den Phil­ip­pi­nen ei­nen zwei­fel­haf­ten Ruhm: fünf bis sie­ben Mil­lio­nen il­le­ga­le Down­loads.

Wer­tung:

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