In den Bä­dern geht es rund

Guten Rutsch ins kühle Nass

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im August - Von Mat­thi­as Liedt­ke

Was­ser macht Spaß. Und wer das nut­zen möch­te, muss in vie­len Bä­dern in der Re­gi­on nicht in die Röh­re schau­en. Son­dern viel­mehr durch sie durch­rut­schen.

Denn mehr oder we­ni­ger spek­ta­ku­lä­re Rut­sch­an­la­gen ge­hö­ren mitt­ler­wei­le zum Stan­dard, wenn es dar­um geht, aus Schwimm­bä­dern auch Spaß­bä­der zu ma­chen, oh­ne da­bei den Ge­sund­heits­as­pekt zu ver­nach­läs­si­gen.

Buch­stäb­lich auf den Trich­ter ge­kom­men ist auch das Os­na­brü­cker Net­te­bad, wo seit En­de letz­ten Jah­res ei­ne „Twist“-Rut­sche die mitt­ler­wei­le fünf­te im Bun­de der dor­ti­gen Rut­schen­fa­mi­lie ist. Für al­le, die in das nas­se Ver­gnü­gen buch­stäb­lich hin­ein­rut­schen möch­ten, ste­hen meh­re­re Va­ri­an­ten zur Ver­fü­gung. Ne­ben der klei­nen In­door-Rut­sche für die Jüngs­ten lockt die „Crazy Ri­ver“Rei­fen­rut­sche, die „Black Ho­le“-Röh­ren­rut­sche für al­le ab acht Jah­ren so­wie für al­le klei­nen und gro­ßen Ad­re­na­lin­jun­kies ab 12 Jah­ren die ra­san­te Ra­ke­ten­star­t­rut­sche „Sloop“und eben die neue Trich­ter­rut­sche. Dort wer­den mu­ti­ge Rut­scher von über 13 Me­tern Hö­he und mit ei­ner be­acht­li­chen Start­ge­schwin­dig­keit von bis zu neun Me­tern pro Se­kun­de in ei­nen acht Me­ter brei­ten Trich­ter mit bis zu vier Um­krei­sun­gen hin­ein­ge­so­gen. Rund 15 Se­kun­den lang wer­den sie im ani­mier­ten Licht ver­schluckt, be­vor sie das Aus­lauf­be­cken er­rei­chen.

Rut­sch­er­leb­nis­se

Schon län­ger ist ein sol­ches Rut­sch­er­leb­nis im To­pa­sSpaß­bad in Ha­ren an der Ems mög­lich, das zum Fe­ri­en­zen­trum Schloss Dan­kern ge­hört. Ei­ne Trich­ter­rut­sche ist dort fes­ter Be­stand­teil des ins­ge­samt 460 Me­ter lan­gen Rut­schen-En­sem­bles.

Im Frei­zeit­bad Li­nus in Lin­gen steht ei­ne zehn Me­ter ho­he und 100 Me­ter lan­ge „Black Ho­le“zur Ver­fü­gung, um nicht nur Schwarz zu se­hen. Denn ei­ni­ge Se­kun­den lang sor­gen Licht­ef­fek­te für bun­tes Ver­gnü­gen in Re­gen­bo­gen­far­ben. Seit drei Jah­ren be­fin­det sich ei­ne sol­che mo­der­ne Röh­ren­rut­sche auch in der seit 1989 be­ste­hen­den Hols­ten­ther­me in Kal­ten­kir­chen zwi­schen Ham­burg und Ne­u­müns­ter. Dort, wo sich vor­her ei­ne tra­di­tio­nel­le Rie­sen­rut­sche be­fand, lädt sie mit ei­ner Zeitmess­an­la­ge zu ra­san­ten Rutsch­par­ti­en aus neun Me­tern Hö­he ein.

Aben­teu­er un­ter Pal­men ver­spricht auch die Ost­seeTher­me Sch­ar­beutz, die nicht nur mit ei­ner sub­tro­pi­schen Ba­de-Er­leb­nis­welt lockt, son­dern auch mit ei­nem gro­ßen, 15 Me­ter ho­hen Rut­schen­turm, der zwei un­glei­che Al­ter­na­ti­ven in Rot und Grün bie­tet.

Zum ei­nen die 134 Me­ter lan­ge „Green Mam­ba“mit schwar­zem, aber ef­fekt­voll il­lu­mi­nier­ten In­nen­le­ben und zum an­de­ren die Hoch­ge­schwin­dig­keits-Rut­sche „Red De­vil“, die mit ei­ner Län­ge von nur 38 Me­tern ei­ne schnel­le Fahrt für al­le Tur­boRut­scher ab 13 Jah­ren ver­spricht. Et­wa „al­le fünf Jah­re“sei­en die meis­ten Frei­zeit­bä­der da­zu ge­zwun­gen, mit im­mer wie­der neu­en At­trak­tio­nen auf­zu­war­ten, ver­rät der Os­na­brü­cker Bä­der­chef Wolf­gang Herm­le. Da­bei wer­de es ge­ra­de in An­be­tracht der im­mer schnel­le­ren und wag­hal­si­ge­ren Rut­schen­kon­struk­tio­nen zu­neh­mend wich­ti­ger, Eig­nungs­tests vor­zu­neh­men und Si­cher­heits­as­pek­te zu be­rück­sich­ti­gen, da­mit der Spaß nicht durch Ri­si­ken ge­trübt wird.

Spaß und Gesundheit

Be­we­gung im Was­ser macht nicht nur Spaß, son­dern ist auch gesund. Ob man nun in das nas­se Ele­ment hin­ein­rutscht, springt oder steigt: Wer sich ins kühle Nass be­gibt, tut auch sei­ner Gesundheit et­was Gu­tes. In den al­ler­meis­ten Frei­zeit­bä­dern wer­den des­halb nicht oh­ne Grund ne­ben den viel­fäl­ti­gen Spaß- auch Aqua-Fit­ness An­ge­bo­te der un­ter­schied­lichs­ten Art an­ge­bo­ten. Da­bei steht zwar auch der Spaß im Vor­der­grund, die ge­sund­heit­li­chen Wir­kun­gen sind aber

kei­nes­falls nur Ne­ben­ef­fek­te. Kör­per­li­che Be­tä­ti­gun­gen im Was­ser för­dern die Durch­blu­tung, re­gen den Stoff­wech­sel an und stär­ken das Herz-Kreis­lauf- und das Im­mun­sys­tem. Der na­tür­li­che Auf­trieb des Was­sers sorgt da­für, dass die Ge­len­ke ge­schont wer­den. Auch die Ver­let­zungs­ge­fahr ist we­sent­lich ge­rin­ger als „an Land“.

Der Was­ser­wi­der­stand führt zu ei­nem ver­gleichs­wei­se an­ge­neh­men Er­schöp­fungs­zu­stand oh­ne Schweiß­bil­dung und Mus­kel­ka­ter, zeigt aber auch au­to­ma­tisch Gren­zen auf und beugt so­mit der Ge­fahr ei­ner Über­for­de­rung vor. Vie­le Grün­de al­so, „Was­ser­spie­le“nicht nur als Spaß­fak­tor, son­dern auch un­ter dem Fit­ness- und Ge­sund­heits­as­pekt zu be­grei­fen.

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