Lei­tungs­was­ser als Durst­lö­scher

Ganz leicht ei­nen klei­nen öko­lo­gi­schen Bei­trag leis­ten

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im August -

OS­NA­BRÜCK. Das The­ma Müll­re­du­zie­rung wird viel dis­ku­tiert. Meis­tens geht es da­bei um Plas­ti­k­ab­fäl­le, von de­nen ei­ni­ge in Ge­wäs­sern oder den Mee­ren lan­den und dort im Lau­fe der Zeit zu Mi­kro­par­ti­keln zer­fal­len, die so in die Nah­rungs­ket­te ge­lan­gen.

Um die Gesundheit von Tier und Mensch zu schüt­zen, ist es künf­tig mehr denn je not­wen­dig, Plas­ti­k­ab­fall nach Mög­lich­keit zu ver­mei­den. Doch was kann der Ein­zel­ne tun?

Be­reits klei­ne Ve­rän­de­run­gen im All­tag hel­fen, das Müll­pro­blem zu ver­rin­gern. Ei­nen Ein­kaufs­korb oder ei­ge­ne Ta­schen zum Ein­kau­fen mit­neh­men, un­ver­pack­tes Obst und Gemüse kau­fen oder auch das Trin­ken von Lei­tungs­was­ser sind nur ei­ni­ge Bei­spie­le.

Denn wer sich für Was­ser aus dem Hahn ent­schei­det, spart nicht nur Geld und Ener­gie, die bei der Ab­fül­lung und beim Trans­port von Was­ser not­wen­dig sind, son­dern ver­zich­tet auch auf Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, das häu­fig aus Kunst­stoff her­ge­stellt wird. Vie­le wei­te­re Fak­to­ren ma­chen Trink­was­ser aus der Lei­tung at­trak­tiv: Es ist im­mer frisch, si­cher, rund um die Uhr ver­füg­bar so­wie prak­tisch und preis­wert. Au­ßer­dem stammt es aus na­tür­li­chen Was­ser­vor­kom­men der Re­gi­on. In Deutsch­land tra­gen mehr als 6 000 Was­ser­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men Sor­ge da­für, dass das Lei­tungs­was­ser je­der­zeit in ein­wand­frei­er Qua­li­tät aus dem Hahn fließt.

Das Fo­rum Trink­was­ser setzt sich da­für ein, das Be­wusst­sein für das wert­vol­le Le­bens­mit­tel zu stär­ken und bie­tet vie­le wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum The­ma un­ter www.fo­rum-trink­was­ser.de.

Schüt­zens­wer­tes Gut

Die Stif­tung Wa­ren­test be­stä­tigt in ih­rem Be­richt „Der gro­ße Was­ser-Check“die flä­chen­de­cken­de gu­te Qua­li­tät von Trink­was­ser in Deutsch­land.

Ob­wohl Lei­tungs­was­ser im Hin­blick auf die Qua­li­tät lo­cker mit Fla­schen­was­ser mit­hal­ten kann, nimmt der Kon­sum von Was­ser aus PET-Fla­schen zu. Nach An­ga­ben der Ham­bur­ger Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on Re­set wer­den welt­weit so­gar rund 89 Mil­li­ar­den Li­ter Was­ser pro Jahr in Kunst­stoff­fla­schen ab­ge­füllt. Da­von lan­den et­wa 80 Pro­zent im Müll. Tei­le da­von so­wie wei­te­rer Plas­tik­müll ver­schmut­zen wie­der­um die Ge­wäs­ser.

Da­mit hier­zu­lan­de auch in Zukunft Trink­was­ser in ein­wand­frei­er Qua­li­tät ver­füg­bar bleibt, ist je­der ge­fragt. Ne­ben der Müll­ver­mei­dung ge­hört da­zu bei­spiels­wei­se auch, nicht zu über­dün­gen und kei­ne Me­di­ka­men­ten­res­te, Farb­res­te oder Che­mi­ka­li­en über den Ab­fluss oder die Toi­let­te zu ent­sor­gen. Denn der­lei Ein­trä­ge in die Um­welt kön­nen ir­gend­wann ins Grund­was­ser ge­lan­gen.

Frisch un­ter­wegs

Selbst un­ter­wegs kann man oh­ne ge­kauf­tes Fla­schen­was­ser gut aus­kom­men. Denn Lei­tungs­was­ser lässt sich in ei­ner Trinkflasche übe­r­all mit hin­neh­men. Fri­sches Was­ser nach­zu­fül­len oder den Durst di­rekt zu stil­len, wird vie­ler­orts im­mer ein­fa­cher. Da­zu ha­ben Städ­te wie Ber­lin, Mün­chen, Dort­mund, Nürn­berg und Düs­sel­dorf öf­fent­li­che Trink­brun­nen er­rich­tet. Die Brun­nen sind an das Was­ser­lei­tungs­netz an­ge­schlos­sen und wer­den mit fri­schem Trink­was­ser in her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät ge­speist.

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