Sie­ben Mü­cken-My­then un­ter der Lu­pe

Was die Pla­ge­geis­ter wirk­lich lie­ben und wie man sich vor Sti­chen schüt­zen kann

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im August -

OS­NA­BRÜCK. Egal ob am Ba­de­see, bei der Gar­ten­par­ty oder beim Spa­zier­gang im Grü­nen – an war­men Ta­gen tau­chen oft läs­ti­ge „Be­glei­ter“auf: ge­mei­ne Stech­mü­cken. Rund um die Themen Mü­cke, Mü­cken­stich und Mü­cken­schutz ran­ken sich vie­le My­then. Doch wel­che tref­fen zu und wo­bei han­delt es sich um Irr­tü­mer?

My­thos 1: Mü­cken flie­gen auf Frauen. Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass Mü­cken be­züg­lich des Ge­schlechts kei­nen Un­ter­schied ma­chen.

My­thos 2: Mü­cken be­vor­zu­gen sü­ßes Blut. Der Ge­schmack des Blu­tes ih­rer Ziel­per­son ist Mü­cken egal – sie fol­gen dem Ge­ruch. Koh­len­di­oxid im Atem kön­nen die In­sek­ten aus ei­ner Ent­fer­nung von bis zu 50 Me­tern wahr­neh­men. In­ter­es­sant: Man­che Mü­cken­ar­ten lie­ben Zer­set­zungs­pro­duk­te des Fuß­schwei­ßes.

My­thos 3: Mü­cken mei­den hel­le Klei­dungs­stü­cke. Dies soll zwar tat­säch­lich der Fall sein, aber noch bes­ser schüt­zen dicht ge­web­te Stof­fe und vor al­lem lan­ge Klei­dung.

My­thos 4: Mü­cken lie­ben Licht. An­ders als Nacht­fal­ter ori­en­tie­ren sich die Pla­ge­geis­ter nicht am Licht, son­dern schwär­men zu je­der Ta­ge­sund Nacht­zeit.

My­thos 5: Zi­tro­nen- oder La­ven­del­öl schützt ge­gen Mü­cken. Die äthe­ri­schen Öle über­de­cken den Kör­per­ge­ruch für ei­ne Wei­le – so­bald die Wir­kung ver­fliegt, grei­fen die Mü­cken wie­der an.

My­thos 6: Mü­cken­sti­che sind un­ge­fähr­lich. Was hier­zu­lan­de zu­trifft, kann in tro­pi­schen Län­dern ei­ne gro­ße Ge­fahr be­deu­ten. Dort kön­nen Mü­cken durch ei­nen Stich et­wa Krank­heits­er­re­ger der Mala­ria oder des Den­gue-Fie­bers über­tra­gen.

My­thos 7: Elek­tro­ni­sche Mü­cken­fal­len sind harm­los. In den „Mü­cken­be­kämp­fern“lan­den un­be­ab­sich­tigt auch an­de­re In­sek­ten. Zu­dem kön­nen die sich dar­in be­find­li­chen In­sek­ti­zi­de und Bio­zi­de über die Atem­luft in den mensch­li­chen Kör­per ge­lan­gen und All­er­gi­kern und Ba­bys ge­fähr­lich wer­den.

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