Trü­bes Teich­was­ser adé

Mit ef­fek­ti­ven Mi­kro­or­ga­nis­men das Al­gen­pro­blem be­he­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im August -

Der idyl­li­sche Fi­sche­rei­ha­fen

OS­NA­BRÜCK. Li­bel­len krei­sen über dem Was­ser, ei­ne See­ro­se öff­net ih­re Blät­ter und Frö­sche qua­ken: Ein Gar­ten­teich ist ei­ne Zier­de für je­den Gar­ten, ei­ne Oa­se, die gleich­zei­tig zum Ent­span­nen und Be­ob­ach­ten ein­lädt.

Da­mit Pflan­zen und Fische sich wohl­füh­len und das Was­ser sich nicht trübt, be­nö­ti­gen Gar­ten-, Schwimm- oder Fisch­tei­che al­ler­dings re­gel­mä­ßi­ge Pfle­ge. Denn im Ge­gen­satz zu ei­nem na­tür­li­chen Teich hat das künst­lich an­ge­leg­te Ge­wäs­ser kei­nen Zu- und Ab­fluss, der für ei­nen Was­ser­aus­tausch sorgt.

Na­tür­li­che Teich­pfle­ge

Vie­le Gar­ten­be­sit­zer ken­nen das Pro­blem: Al­gen ver­fär­ben und trü­ben das Teich­was­ser. Ur­sa­che hier­für sind zu vie­le Nähr­stof­fe im Was­ser – ins­be­son­de­re Phos­pha­te. Die­se Stof­fe ge­lan­gen aus Fisch­kot, Fut­ter­res­ten, aber auch aus der Gar­ten­er­de und Dün­gern ins Was­ser. Vie­le Al­gen be­deu­ten auch mehr ab­ge­stor­be­nes or­ga­ni­sches Ma­te­ri­al, das auf den Bo­den des Teichs sinkt. Dort wird es un­ter Sau­er­stoff­ver­brauch durch Mi­kro­or­gan­si­men ab­ge­baut. Wach­sen die Al­gen aber zu stark, kann es zum Sau­er­stoff­man­gel im Was­ser kom­men – und da­mit steigt die Ge­fahr, dass das Teich­was­ser „kippt“. Für kla­res Was­ser kön­nen na­tür­li­che Teich­pfle­ge­mit­tel mit ef­fek­ti­ven Mi­kro­or­ga­nis­men wie et­wa von Emi­ko sor­gen. Die­se bio­lo­gi­schen Pro­duk­te ver­hin­dern, dass das or­ga­ni­sche Ma­te­ri­al fault. Zu­dem be­schleu­ni­gen sie des­sen Ab­bau und un­ter­stüt­zen die po­si­ti­ven Teich­bak­te­ri­en.

Ei­nen be­son­ders po­si­ti­ven Ein­fluss auf die Ge­wässer­sa­nie­rung ha­ben Teich­pfle­ge­mit­tel, die aus­schließ­lich Pho­to­syn­the­se­bak­te­ri­en ent­hal­ten. Die­se Bakterien wer­den zu­sätz­lich bei ei­ner be­son­ders star­ken Eu­tro­phie­rung ein­ge­setzt. Sie kön­nen schäd­li­che Stof­fe wie Fett­säu­ren, Am­mo­ni­um oder Phos­phat ver­wer­ten und so ho­he Nähr­stoff­ge­hal­te im Was­ser ab­bau­en.

So kann das Wachs­tum von Fa­den­al­gen re­du­ziert wer­den. Ne­ben dem Ein­satz des na­tür­li­chen Teich­pfle­ge­mit­tels kön­nen Gar­ten­be­sit­zer mit wei­te­ren ein­fa­chen Maß­nah­men da­zu bei­tra­gen, dass sich zu vie­le Nähr­stof­fe im Teich­was­ser an­rei­chern:

So soll­te man ab­ge­stor­be­ne Pflan­zen zeit­nah ent­fer­nen und den ab­ge­setz­ten Schlamm vom Teich­bo­den re­gel­mä­ßig ab­sau­gen. Auch die rich­ti­ge Zu­sam­men­set­zung der Teich­pflan­zen ist wich­tig. Wuchs­freu­di­ge Schwimm­pflan­zen wie Krebs­sche­re, Was­ser­pest, Horn­kraut, Frosch­biss oder Was­ser­lin­se et­wa sau­gen vie­le Nähr­stof­fe aus dem Teich­was­ser, die dann den Al­gen nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen.

ist das Zen­trum von Neu­har­lin­ger­siel. Fo­to: djd/Kur­ver­ein Neu­har­lin­ger­siel e.V.

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