Be­we­gung im Was­ser ist Auf­trieb für die Gesundheit

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gesund Im August -

War­um sind the­ra­peu­ti­sche An­wen­dun­gen im Was­ser sinn­voll?

Was­ser ist Le­ben. Die Be­we­gungs­the­ra­pie im Was­ser, et­wa in Form von Aqua Fit­ness oder Was­ser­gym­nas­tik, macht sich vor al­lem die be­son­de­ren phy­si­ka­li­schen Ei­gen­schaf­ten von Auf­trieb und Wi­der­stand des Was­sers zu Nut­ze. Die­se för­dern sehr ef­fek­tiv und nach­hal­tig die Kräf­ti­gung und die Mo­bi­li­sa- ti­on. Ein sehr gro­ßer Aspekt be­steht des Wei­te­ren in der Wär­me ei­nes Be­we­gungs­ba­des, das ei­ne Was­ser­tem­pe­ra­tur von min­des­tens 32 Grad ha­ben soll­te. Die­se wirkt sich dann po­si­tiv re­gu­lie­rend auf den Stoff­wech­sel und auch ent­span­nend auf die Mus­ku­la­tur und die Fas­zi­en aus.

2.Für wen ist ei­ne Be­we­gungs­the­ra­pie im Es gibt zahl­rei­che In­di­ka­tio­nen und so­mit ei­ne Viel­zahl von Men­schen, für die ei­ne Be­we­gungs­the­ra­pie im Was­ser in Fra­ge kommt und hilf­reich ist. Wie aber bei al­len The­ra­pi­en, bei de­nen zum ei­nen die Ei­gen­in­itia­ti­ve und zum an­de­ren die Be­we­gung im Vor­der­grund ste­hen, soll­ten der Spaß und die Freu­de an ers­ter Stel­le ste­hen. Und si­cher­lich ist ei­ne ge­wis­se Af­fi­ni­tät zum Was­ser un­ab­ding­bar. Ein Pa­ti­ent, der sich nur auf­grund der Emp­feh­lung sei­nes Arz­tes oder The­ra­peu­ten in die Flu­ten wirft, wird nach kür­zes­ter Zeit sei­ne Ba­de­ho­se wie­der an den Na­gel hän­gen. Me­di­zi­ni­sche In­di­ka­to­ren sind et­wa or­tho­pä­di­sche Er­kran­kun­gen wie Ar­thro­se, Band­schei­ben­vor­fäl­le oder der Zu­stand nach Ge­len­ko­pe­ra­tio­nen, rheu­ma­ti­sche Er­kran­kun­gen, in­ne­re Er­kran­kun­gen wie Stoff­wech­sel­stö­run­gen oder Adi­po­si­tas so­wie neu­ro­lo­gi­sche Er­kran­kun­gen. Die the­ra­peu­ti­schen An­wen­dun­gen in ei­nem Be­we­gungs­bad kann man grob auf­tei­len in Aus­dau­er­trai­ning für das Her­zK­reis­lauf-Sys­tem, Ko­or­di­na­ti­ons­trai­ning, Be­weg­lich­keits­trai­ning und Grup­pen­dy­na­mik. Mit das Wich­tigs­te bei ei­ner Was­ser­gym­nas­tik ist die Ein­tei­lung der Grup­pen in Leis­tungs­stu­fen, so dass al­le Teil­neh­mer ih­rem Leis­tungs­ver­mö­gen nach ge­for­dert und ge­för­dert wer­den kön­nen.

3.Wel­che ge­sund­heit­li­chen Ef­fek­te kön­nen da­bei er­zielt wer­den?

Der Er­folg wird bei all die­sen In­di­ka­tio­nen so­wie selbst­ver­ständ­lich auch bei al­len Men­schen, die nicht aus dem An­trieb ei­ner Krank­heit her­aus das Trai­ning auf­neh­men, ein­zig und al­lein durch die Kon­se­quenz be­stimmt, mit der das Trai­ning durch­ge­führt wird. Hier­bei ist es un­ab­ding­bar, ein bis zwei­mal pro Wo­che ak­tiv zu wer­den. Die ver­schie­de­nen me­di­zi­ni­schen In­di­ka­to­ren ver­fol­gen da­bei un­ter­schied­li­che Zie­le. So steht zum Bei­spiel bei ei­nem Pa­ti­en­ten nach ei­ner Hüft­ope­ra­ti­on oder mit Ge­len­ker­satz der Mus­kel­auf­bau und die Be­weg­lich­keit im Vor­der­grund. An­ders sieht es na­tür­lich bei ei­nem Pa­ti­en­ten­aus, bei dem ei­ne neu­ro­lo­gi­sche In­di­ka­ti­on zu­grun­de liegt. Dort wird dann oft­mals der Schwer­punkt mehr im Ko­or­di­na­ti­ven ge­legt. Als drit­tes Bei­spiel ist ei­ne Per­son mit Über­ge­wicht zu nen­nen, bei der ge­ra­de der Auf­trieb des Was­sers ein ge­lenk­scho­nen­des Trai­ning er­mög­licht. ma­li

Oliver Schnei­der. Fo­to: Schnei­der Was­ser be­son­ders ge­eig­net?

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