VW schrieb auch Tex­te für Schwarz-Gelb

Kon­zern lie­fer­te der Staats­kanz­lei von Weils Vor­gän­ger McAl­lis­ter Sprach­re­ge­lun­gen und State­ments

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite - Von Klaus Wie­sche­mey­er

Nicht erst die ak­tu­el­le rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung von Ste­phan Weil (SPD) hat ei­ge­ne Aus­sa­gen eng mit dem VW-Kon­zern ab­ge­stimmt. Auch die schwarz-gel­ben Vor­gän­ger un­ter Mi­nis­ter­prä­si­dent Da­vid McAl­lis­ter (CDU) be­dien­ten sich der Zu­lie­fe­rung aus Wolfs­burg.

Un­se­rer Re­dak­ti­on lie­gen Schrift­wech­sel aus den Jah­ren 2010 bis 2013 vor, aus de­nen ei­ne en­ge Ab­stim­mung zwi­schen nie­der­säch­si­scher Staats­kanz­lei, dem Res­sort des da­ma­li­gen Wirt­schafts­mi­nis­ters Jörg Bo­de (FDP) und VW her­vor­geht. So schick­te der Kon­zern 2010 bei der Über­nah­me von Por­sche ei­ne „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­richt­li­nie“und „ge­ne­rel­le State­ments als Ant­wor­ten auf mög­li­che Fra­gen zum VW-Kon­zern“für McAl­lis­ter an die Staats­kanz­lei. 2011 sand­te die Staats­kanz­lei zu­dem Pas­sa­gen ei­nes Zei­tungs­in­ter­views mit dem Hin­weis „Wä­re toll, wenn Du das ak­tu­el­le Wor­ding ein­fü­gen könn­test“an den Be­reich „In­ves­tor Re­la­ti­ons“von Volks­wa­gen. Ins­ge­samt war die Kom­mu­ni­ka­ti­on of­fen­bar eng ab­ge­stimmt: So no­tier­te die Pres­se­stel­le der Staats­kanz­lei am 17. Ok­to­ber 2011: „Wich­tig ist in der Tat, dass sich Win­ter­korn/Os­ter­loh und MP [Mi­nis­ter­prä­si­dent, Anm. der Re­dak­ti­on] ver­ab­re­den, sich ge­gen­sei­tig mit ,Steil­päs­sen‘ zu be­die­nen.“

Bo­de räum­te ge­gen­über un­se­rer Re­dak­ti­on die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen VW und dem Mi­nis­te­ri­um ein. McAl­lis­ter, der­zeit Wahl­be­ob­ach­ter in Ke­nia, woll­te sich nicht äu­ßern.

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