Lin­ke: Heim­an­bau von Can­na­bis kurz­fris­tig frei­ge­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Dirk Fis­ser

Die Lin­ken im Bun­des­tag for­dern die kurz­fris­ti­ge Frei­ga­be des Heim­an­baus von Can­na­bis für me­di­zi­ni­sche Zwe­cke. An­dern­falls droh­ten gra­vie­ren­de Ver­sor­gungs­lü­cken für Schwer­kran­ke, warn­te der dro­gen­po­li­ti­sche Spre­cher Frank Tem­pel. Er ver­wies auf zu­letzt ge­stie­ge­ne Im­port­zah­len von Me­di­zi­nal­hanf. Die­se deu­ten sei­ner An­sicht nach dar­auf hin, dass es nicht aus­rei­chen wird, wenn die ge­plan­te staat­li­che Can­na­bis-Agen­tur ab 2020 jähr­lich zwei Ton­nen an­baut. „Die Bun­des­re­gie­rung muss grö­ßer pla­nen“, so Tem­pel. Der Lin­ken-Ab­ge­ord­ne­te rech­net da­mit, dass sich der Trend fort­setzt. Seit März kön­nen Pa­ti­en­ten Can­na­bis auf Re­zept in Apo­the­ken er­hal­ten. Laut Tem­pel mel­de­ten sich aber seit­dem im­mer wie­der Be­trof­fe­ne bei ihm, die von Eng­päs­sen be­rich­te­ten. „Was bringt das neue Ge­setz, wenn es gra­vie­ren­de Ver­sor­gungs­lü­cken gibt“, frag­te der Ab­ge­ord­ne­te. Staats­se­kre­tä­rin An­net­te Wid­mann-Mauz (CDU) teil­te mit: „Hin­wei­se auf ei­ne mög­li­che Un­ter­ver­sor­gung be­zie­hungs­wei­se feh­len­de Markt­ver­füg­bar­keit in die­sem Be­reich lie­gen der Bun­des­re­gie­rung nicht vor.“Tem­pel be­zeich­ne­te das als „schlicht­weg ge­lo­gen“.

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