PRES­SE­SCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Die Ber­li­ner Zei­tung schreibt zum Kanz­ler­kan­di­da­ten Schulz: „Mar­tin Schulz’ La­ge ist be­schei­den, das stimmt. Die Wäh­ler fin­den noch kei­nen Grund, war­um sie Mer­kel ge­gen ihn aus­tau­schen soll­ten, und das nie­der­säch­si­sche De­ba­kel wird es Schulz auch nicht leich­ter ma­chen, sei­ne Sto­ry vom not­wen­di­gen Re­gie­rungs­wech­sel glaub­haft zu ver­mit­teln. Doch jetzt schon auf­ge­ben und öf­fent­lich über sei­ne Zu­kunft nach der Wahl­nie­der­la­ge nach­zu­den­ken, wie es Schulz nun ge­tan hat? Das ist nicht nur nach­läs­sig und un­kon­zen­triert. Es lässt auch an der Ent­schlos­sen­heit des Her­aus­for­de­rers zwei­feln. Steht doch da­hin­ter der Ver­dacht, dass Schulz die Bun­des­tags­wahl schon ver­lo­ren ge­ge­ben hat. Wer aber soll­te jetzt noch kämp­fen für ei­nen, der selbst schon über sei­ne Nie­der­la­ge spricht?“ Das Blatt be­tont zur De­bat­te über das VW-Ge­setz: „Das VW-Ge­setz ist ei­ne welt­weit ein­ma­li­ge Sa­che. Es ga­ran­tiert der Politik, na­ment­lich der nie­der­säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung, er­heb­li­che Mit­spra­che­rech­te bei al­len wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen im Kon­zern [. . .]. Das Zu­sam­men­spiel von Politik und Wirtschaft hat bei VW funk­tio­niert – des­halb darf dar­an nicht ge­rüt­telt wer­den, was nun bei­spiels­wei­se CDU-Po­li­ti­ker ver­su­chen.“ Hier heißt es da­zu: „Beim The­ma Um­welt­schutz ha­ben die Po­li­ti­ker, na­ment­lich Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Weil (SPD), kläg­lich ver­sagt. Weil war frü­her Ober­bür­ger­meis­ter von Han­no­ver. Er wuss­te um das Pro­blem der ho­hen Stick­oxid­be­las­tung in Städ­ten. Er hät­te hef­tig auf den Tisch hau­en und nach­fra­gen müs­sen, was da nicht stimmt mit den Die­sel-Ab­ga­sen. Und kraft sei­nes Am­tes im Auf­sichts­rat hät­te er früh­zei­tig Druck ma­chen müs­sen, um il­le­ga­le Ma­chen­schaf­ten ab­zu­stel­len.“ Das Blatt aus Frank­furt (Oder) meint zur Re­gie­rungs­kri­se Nie­der­sach­sen: „Wenn nun we­ni­ger über Twes­ten und mehr über Weils Re­de ge­spro­chen wird, kommt das der Uni­on ent­ge­gen. Den­noch soll­te die Par­tei nicht glau­ben, ih­re Schäf­chen jetzt im Tro­cke­nen zu ha­ben. Da­für sind ih­re Ma­nö­ver ein­fach zu of­fen­sicht­lich. Auch das durch­schaut der Wäh­ler – und In­tri­gen schätzt er ge­nau­so we­nig wie Ver­rä­ter.“

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