„Tüp­pi“hat die Ru­he weg

Vel­per Kin­der trai­nie­ren auf ei­nem Pferd Mar­ke Ei­gen­bau

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Von Sil­ke Behling

WES­TER­KAP­PELN. „Tüp­pi“hat ein har­tes Fell. Egal wie vie­le Kin­der gera­de auf sei­nem Rü­cken tur­nen, der höl­zer­ne Vier­bei­ner ist nicht aus der Ru­he zu brin­gen.

Für die Vol­ti­gie­rer des Reit- und Fahr­ver­eins Wes­ter­kap­peln-Vel­pe-Lot­te-Wer­sen ist das ei­ne tol­le Sa­che. So kön­nen sie Übun­gen trai­nie­ren, die auf ei­nem rich­ti­gen Pferd manch­mal schwie­rig sind. Holz­pferd „Tüp­pi“steht erst seit Kur­zem „im Stall“.

Im hie­si­gen Reit- und Fahr­ver­ein trai­nie­ren zur­zeit vier Vol­ti­gier­grup­pen mit je­weils sie­ben bis acht Kin­dern. Für die ganz klei­nen ab et­wa vier Jah­ren gibt es die „Rund ums Pferd“-Grup­pe, die Kin­der der an­de­ren Grup­pen sind et­wa zwi­schen 6 und 13 Jah­re alt. Auch ei­ne Tur­nier­grup­pe gibt es. „Die Grup­pe wird gera­de wie­der auf­ge­baut“, er­zählt Trai­ne­rin Mareike Mar­kus. Und ih­re Kol­le­gin Ly­dia Wehr­kamp er­gänzt: „Wer viel­leicht schon mal vol­ti­giert hat oder Ta­lent beim Tur­nen hat, ist will­kom­men!“

Mit zwei wei­te­ren Trai­ne­rin­nen, die noch von wei­te­ren Hel­fe­rin­nen un­ter­stützt wer­den, küm­mern sich die bei­den um die Vol­ti­gier­grup­pen. Vol­ti­giert wird im Ver­ein mit drei Pfer­den: Da ist zum ei­nen Schim­mel­po­ny „Emi­ly“. Es ist schon 21 Jah­re alt und eig­net sich auch für die Jüngs­ten. Haf­lin­ger­stu­te „Mo­na“kann ei­gent­lich al­les, und der Warm­blü­ter „Ben“be­glei­tet auch die Tur­nier­grup­pe zu Wett­kämp­fen. Holz­pferd „Tüp­pi“hat ei­nen Kopf, ei­ne Mäh­ne und auch ei­nen Schweif. Tor­re Sperr, Aus­zu­bil­den­der in der Tisch­le­rei Tüp­ker (rechts), hat das „Tier“ge­baut. De­ren Ge­schäfts­füh­rer Mar­kus Kle­mann (2. von rechts) war von der Idee gleich an­ge­tan.

Doch nicht al­le Übun­gen wer­den gleich auf dem ech­ten Pferd trai­niert. Auf dem Holz­pferd las­sen sich schwie­ri­ge Turn­übun­gen aus­pro­bie­ren, au­ßer­dem kön­nen auf ihm auch Kin­der üben, wenn das rich­ti­ge Pferd be­reits be­setzt ist.

Das al­te Holz­pferd war schon ein we­nig in die Jah­re ge­kom­men. „Au­ßer­dem ist es für die klei­nen Kin­der ein we­nig zu breit“, sagt Mareike Mar­kus und be­tont, wie sehr sich die Kin­der auf das neue Holz­pferd ge­freut hät­ten.

In­iti­iert hat den Neu­bau Heidrun Sperr. Der Sohn der Ge­schäfts­füh­re­rin des Reit­ver­eins, Tor­re, ist näm­lich gera­de bei der Tisch­le­rei Tük­per in Aus­bil­dung. Er hat das Pferd, das viel schö­ner als das al­te ist und ei­nen rich­ti­gen Kopf, Mäh­ne und Schweif be­sitzt,

auch ge­baut. Dem Ge­schäfts­füh­rer der Tisch­le­rei Tüp­ker, Mar­kus Kle­mann, ge­fiel die Idee gut, schließ­lich hat­te auch er in jun­gen Jah­ren ei­ne Zeit lang vol­ti­giert. Spon­tan wur­de das Holz­pferd auf den Na­men „Tüp­pi“ge­tauft.

Die Vol­ti­gier­kin­der sind be­geis­tert und woll­ten bei der Über­ga­be am liebs­ten al­le gleich­zei­tig auf dem Neu­zu­gang üben. Die ech­ten Pfer­de ha­ben na­tür­lich nicht aus­ge­dient, „denn das Tolls­te am Vol­ti­gie­ren ist im­mer noch, dass das auf dem Pferd ist“, wie die acht­jäh­ri­ge Ali­na Rit­ter be­tont, „und weil’ s Spaß macht!“

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