Durch Wa­ren­han­del zu Reich­tum

Span­nen­de Ver­stei­ge­run­gen zu Zei­ten der Qing-Dy­nas­tie beim Fa­mi­li­en­spiel „Yangt­ze“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Von 1644 bis 1912 herrsch­ten in Chi­na die Kai­ser der Qing-Dy­nas­tie. Im Brett­spiel „Yangt­ze“(Piat­nik) von Rei­ner Kni­zia durch­le­ben die Spie­ler die­se Jahr­hun­der­te, um durch Wa­ren­han­del zu Reich­tum zu ge­lan­gen. Ent­schei­dend ist das Ge­schick bei Ver­stei­ge­run­gen.

Wa­ren ein­kau­fen und die­se dann in pas­sen­den Sets ge­winn­brin­gend wie­der ver­äu­ßern – das ist das Grund­prin­zip der Händ­ler im Fa­mi­li­en­spiel „Yangt­ze“. Lu­xus­gü­ter und Gü­ter des all­täg­li­chen Be­darfs wer­den in acht Han­dels­häu­sern ent­lang des Flus­ses Jang­tse an­ge­bo­ten. Kauft ein Spie­ler ei­ne Wa­re, rut­schen die strom­auf­wärts lie­gen­den Wa­ren­chips nach. Je wei­ter die Wa­ren­chips den Jang­tse strom­ab­wärts trei­ben, des­to güns­ti­ger wer­den sie. Wann ist al­so der rich­ti­ge Zeit­punkt, um zu kau­fen und da­mit der Kon­kur­renz zu­vor­zu­kom­men?

Ei­ne ähn­li­che Fra­ge stellt sich beim Ver­kauf. Je um­fang­rei­cher das Set aus gleich­far­bi­gen oder glei­chen

Wa­ren ist, des­to hö­her der Er­trag. Doch die ma­xi­ma­le Sum­me lässt sich we­gen un­ver­meid­ba­rer Geldnot nicht im­mer er­zie­len. Denn Cash ist nicht nur beim Wa­ren­ein­kauf ge­fragt, son­dern auch beim Auf­bau von Nie­der­las­sun­gen. Die Ver­stei­ge­run­gen um die­se lu­kra­ti­ven Ge­bäu­de brin­gen den größ­ten Reiz ins Spiel. Wel­ches Ge­bot ist an­ge­bracht? Wie hoch kann ich den Preis trei­ben, um Geg­ner

zu schwächen? Lohnt es, früh in Nie­der­las­sun­gen zu in­ves­tie­ren? Oder fehlt dann das Geld für die Wa­ren? Kniff­lig! Am En­de siegt, wer mit sei­nen Sets und Nie­der­las­sun­gen den größ­ten Ge­winn er­wirt­schaf­tet hat. Au­tor Rei­ner Kni­zia ist es ge­lun­gen, mit ein­fa­chen Re­geln ein Spiel mit Tief­gang zu ent­wi­ckeln.

Fern­weh­fak­tor: Der kon­zen­trier­te Blick auf den Wa­ren­han­del wäh­rend der Qing-Dy­nas­tie löst zu­nächst kei­ne Rei­se­lust aus. Die ent­steht aber bei den­je­ni­gen, die sich den Ver­lauf des längs­ten Flus­ses Asi­ens (6380 Ki­lo­me­ter) nicht nur auf dem prag­ma­ti­schen Spiel­brett, son­dern ein­mal auf der Kar­te an­schau­en. Der Jang­t­se­kiang, Jang­tse oder eben Yangt­ze – es gibt vie­le un­ter­schied­li­che Schreib­wei­sen – ent­springt im ti­be­ti­schen Hoch­land, schlän­gelt sich durch Chi­na, durch­fließt den DreiSchluch­ten-Stau­damm und mün­det schließ­lich ins Chi­ne­si­sche Meer – und zwar nörd­lich von Schang­hai. Ei­ne schil­lern­de Mil­lio­nen­me­tro­po­le und tou­ris­ti­sches Ziel vie­ler Eu­ro­pä­er. Und ei­ne Stadt, die schon zu Be­ginn der Qing-Zeit ein be­deu­ten­des Han­dels­zen­trum war.

Yangt­ze (Piat­nik) von Rei­ner Kni­zia ist für 2 bis 4 Spie­ler ab 8 Jah­ren, dau­ert et­wa 60 Mi­nu­ten und kos­tet rund 25 Eu­ro.

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Auf dem Jang­tse wer­den im Brett­spiel „Yangt­ze“Wa­ren ver­schifft, die in den Han­dels­häu­sern am Fluss­ufer ge­kauft wer­den kön­nen. Fo­to: Kars­ten Gros­ser

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