Al­te Wun­den, Kon­flik­te und Pro­ble­me

„Der Stern von In­di­en“er­zählt von ei­ner Lie­be über Glau­bens­rich­tun­gen hin­weg

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Ci­ne­ma-Ar­thouse, Ci­ne­star, Film­pas­sa­ge: „Der dunk­le Turm“. Ge­lun­ge­ne Ste­phenKing-Ver­fil­mun­gen las­sen sich an ei­ner Hand ab­zäh­len. Ni­co­laj Ar­cels „Der Dunk­le Turm“fügt kei­nen Fin­ger hin­zu. Viel­mehr ent­täuscht die end­lich er­folg­te Ad­ap­ti­on von Kings Le­bens­werk mit dem Ver­such, den acht­bän­di­gen Roman­zy­klus trotz all sei­ner li­te­ra­ri­schen (Selbst-)Re­fe­ren­zen und Par­al­lel-Di­men­sio­nen in das Kor­sett ei­nes ge­rad­li­ni­gen Spiel­films zu pa­cken. Kaum mehr als mü­des Ef­fekt­ki­no, baut der Film we­der At­mo­sphä­re auf noch macht er Lust auf wei­te­re Ein­bli­cke in die­ses Fan­ta­sy-Uni­ver­sum, von dem man sich nur her­bei­fan­ta­sie­ren kann, was al­les mög­lich ge­we­sen wä­re. Ab 12. khä

Film­thea­ter Ha­se­tor: „Der Wein und der Wind“. Es ist Spät­som­mer in Bur­gund, und die Wein­ern­te steht be­vor. Der drei­ßig­jäh­ri­ge Je­an kehrt nach vie­len Jah­ren auf das Wein­gut der Fa­mi­lie zu­rück. Sein Va­ter liegt im Ster­ben, und sei­ne Ge­schwis­ter Ju­li­et­te und Jé­ré­mie, die das Gut in der Zwi­schen­zeit be­wirt­schaf­tet ha­ben, kön­nen je­de Un­ter­stüt­zung ge­brau­chen. Die Ge­schwis­ter er­ken­nen, dass man­che Wun­den auch über die Jah­re hin­weg nicht ver­heilt sind. Fran­zö­si­sches Fa­mi­li­en­dra­ma von Re­gis­seur Céd­ric Kla­pisch. Kei­ne Al­ters­be­schrän­kung. west

Ci­ne­ma-Ar­thouse: „Der Stern von In­di­en“. Es war ei­ne der grau­sams­ten po­li­ti­schen Um­wäl­zun­gen des letz­ten Jahr­hun­derts: Als 1947 In­di­en aus der bri­ti­schen

Ko­lo­ni­al­macht vom bri­ti­schen Vi­ze­kö­nig Lord Mount­bat­ten (Hugh Bon­ne­vil­le) ent­las­sen wer­den soll, führ­te dies auch zu ei­ner Spal­tung zwi­schen Mos­lems und Hin­dus, zwi­schen In­di­en und der Grün­dung von Pa­kis­tan. Die re­li­giö­sen Kon­flik­te

er­zählt der Film auch an­hand ei­ner Lie­bes­ge­schich­te über die Glau­bens­rich­tun­gen hin­weg. Re­gie führ­te Gur­in­der Chad­ha („Kick it li­ke Beck­ham“). Ab 6. sun

Film­pas­sa­ge: „Lu­cky Lo­ser – Ein Som­mer in der Bre­douil­le“.

Mi­ke hat Pro­ble­me: Sei­ne Frau hat ihn schon lan­ge ver­las­sen, der Job ist öde, und er ver­liert gera­de sei­ne Woh­nung. Jetzt kommt auch noch sei­ne pu­ber­tä­re Toch­ter Han­nah auf die Idee, zu ihm zu zie­hen. Ein im­pro­vi­sier­ter Cam­ping­ur­laub scheint da

die Lö­sung zu sein. Ein Ber­li­ner geht nach Bran­den­burg in Ni­co Som­mers Ko­mö­die im Sti­le des Ger­man Mum­ble­co­res, der er­freu­li­chen (nicht mehr ganz so) neu­en Fri­sche im bun­des­deut­schen Ki­no­film. Kei­ne Al­ters­be­schrän­kung. wmu

Fo­to: To­bis

Po­li­ti­sche Um­wäl­zun­gen: In „Der Stern von In­di­en“kommt Lord Mount­bat­ten (Hugh Bon­ne­vil­le) mit sei­ner Frau Ed­wi­na (Gil­li­an An­der­son) in die bri­ti­sche Kron­ko­lo­nie, um die­se in die Un­ab­hän­gig­keit zu ent­las­sen.

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